Leg dich tagsüber mit geschlossenen Augen ins Bett oder aufs Sofa. Das Licht sollte gedämpft sein. Halte dann einen Teelöffel über einen Teller, der auf dem Fußboden steht. Der Teelöffel sollte senkrecht nach unten zeigen und locker in der Hand liegen. Jetzt schaust du auf die Uhr und entspannst dich. In dem Moment, wo du einschläfst, wachst du vom Klirren des Teelöffels auch schon wieder auf. Jetzt gleich auf die Uhr schauen, dann weißt du genau, wie lange du zum Einschlafen gebraucht hast. Die Minutenzahl zeigt dir, wie groß dein Schlafdefizit ist:
Streichhölzer in den Augen – Kaffetasse in der Hand
Schon ein bis zwei Stunden Schlafdefizit können auf Dauer unbemerkt krank machen. Wer nur über einen kurzen Zeitraum seinem Körper zu wenig Schlaf gönnt – und seien es nur sieben statt der üblichen acht Stunden – kann einfach nicht mehr so viel leisten. „Betroffene fühlen sich oft nicht einmal müde. Trotzdem erscheint ihnen alles schwieriger als sonst”, erläutert der amerikanische Schlafforscher William C. Dement.
Ständige Müdigkeit am Tag zeugt dann schon von einem deutlichen Schlafproblem. Die Symptome sind vielfältig. Einige Menschen werden aggressiv und reizbar. Andere reagieren hingegen unmotiviert und gleichgültig. Gefährlich wird es spätestens dann, wenn sich die Reaktionen verlangsamen. Australische Forscher haben festgestellt, dass eine durchwachte Nacht ähnlich wirkt wie 1,0 Promille Alkohol im Blut.
Schlafmangel macht krank
Längerer Schlafmangel macht erst richtig krank. Sehstörungen, Kribbeln in den Armen und Beinen oder Blutdruckveränderungen sind keine Seltenheit. Auch ein erhöhter Glukosespiegel im Blut wie bei Zuckerkranken ist möglich. Von der Psyche ganz zu schweigen: Wer ständig übermüdet ist, kann sogar depressiv werden. Dabei gibt es viele gute Gründe, länger zu schlafen. “Für unsere Gesundheit ist ausreichender Schlaf genauso wichtig wie eine gute Ernährung”, sagt Frank Meiners, Diplom-Psychologe der DAK. “Nur wenn wir lange genug schlafen, können wir gesund und aktiv sein. Wir werden ausgeglichener und belastbarer. Auch Motivation, Gedächtnis und Konzentration profitieren davon. Wir fühlen uns einfach wohler.”
(Quelle: DAK)
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