Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat einen Milliardenauftrag der deutschen Bundeswehr für autonome Kampfdrohnen erhalten. Mit der Drohne könne die Bundeswehr eigene Kräfte schützen und kritische Ziele schnell und wirksam bekämpfen, erklärte Rheinmetall-Chef Armin Papperger.
Ein entsprechender Rahmenvertrag sei am Mittwoch in Koblenz unterzeichnet worden, teilte das Unternehmen mit. Das Vertragsvolumen beläuft auf bis zu 2,4 Milliarden Euro. Die Auslieferung der Systeme des Typs FV-014, sogenannter Loitering Munition, solle in der ersten Jahreshälfte 2027 beginnen.
Bis 2028 einsatzbereit
Im ersten Abruf sind zunächst 2500 Drohnen für rund 300 Millionen Euro fest beauftragt. Optional sieht der Rahmenvertrag eine fünfstellige Gesamtstückzahl vor. Die deutsche Bundeswehr strebt bis 2028 eine erste Einsatzbereitschaft mit den Loitering-Munition-Systemen an.
Bis zu 709 Minuten in der Luft
Das System hat eine Reichweite von bis zu 100 Kilometern und einen rund vier Kilogramm schweren Gefechtskopf. Die Drohne kann den Angaben zufolge bis zu 70 Minuten in der Luft bleiben, um Ziele zu beobachten, bevor sie zum Einsatz kommt.
Die Beschaffung des FV-014 ergänzt zwei bereits im Februar geschlossene Rahmenvereinbarungen mit den Unternehmen Helsing und Stark Defence, die ebenfalls Loitering-Munition-Systeme mittlerer Reichweite für die Bundeswehr liefern sollen. Damit setzt das deutsche Verteidigungsministerium einen beschleunigten Beschaffungsweg fort, bei dem Qualifizierung, Produktanpassungen und erste Truppentests parallel ablaufen.
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