Kerosin-Kosten

Lufthansa streicht 20.000 Flüge, AUA übernimmt

Wirtschaft
22.04.2026 16:35

Der Lufthansa-Konzern stellt seine defizitäre Tochter CityLine viel früher als geplant ein, das soll Kosten und zudem 40.000 Tonnen Kerosin einsparen – krone.at berichtete. Für die AUA ist das sogar positiv: Sie wird zusätzliche Flüge übernehmen und baut ihr Sommer-Angebot stark aus.

Als Vorsorge gegen einen möglichen Mangel an Treibstoff wegen des Iran-Krieges streicht die Lufthansa in Deutschland nun täglich 120 Flüge. Bis Ende Oktober sind das dann in Summe rund 20.000 Verbindungen, was 40.000 Tonnen Kerosin einsparen soll.

Dafür greift die Airline zum drastischen Mittel, ihre Regionalflug-Tochter CityLine einzustellen. Sie war für Zubringerflüge zu den großen Knotenpunkten wie München und Frankfurt zuständig. Allerdings ist die Spritersparnis dafür nicht alleine verantwortlich. Das Aus für die defizitäre CityLine war schon fix und wurde jetzt nur vorgezogen. Außerdem gilt der Schritt als eine Art Warnung für die Belegschaft, die ja gerade wieder einmal gestreikt hat.

Für die AUA hingegen könnte das eher einen Höhenflug bedeuten. Erstens rechnet man für den Sommerflugplan mit einer „weitgehend stabilen Treibstoffversorgung“. In den kommenden Wochen sei jedenfalls genug Kerosin da. Zweitens springt die AUA teilweise ein und übernimmt zusätzliche Flüge in der Lufthansa-Gruppe.

800 zusätzliche Flüge im Sommer
Insgesamt stockt man das Angebot um 800 Verbindungen auf. So wird etwa die Kapazität zwischen Wien und München erhöht, ins rumänische Sibiu fliegt man künftig 18 Mal in der Woche, auf anderen Strecken werden größere Jets eingesetzt, um mehr Sitzplätze anzubieten. Je nach Bedarf werde man auch kurzfristig zusätzliche Verbindungen auf besonders stark nachgefragten Strecken bereitstellen, so AUA-Sprecherin Anita Kiefer zur „Krone“.

Zusätzlich nutzt man die durch die kriegsbedingte Aussetzung einiger Nahost-Verbindungen (z. B. Israel) frei gewordenen Maschinen verstärkt für Flüge innerhalb Europas. Verdichtet werden die neuen Sommerdestinationen Alicante und Bilbao sowie klassische Ziele wie Mallorca, Barcelona, Malaga, Nizza oder Dubrovnik angeflogen.

Auch der Flughafen Wien beruhigt: Kerosin kommt dort über eine Pipeline direkt aus der OMV-Raffinerie Schwechat. So kann die Produktion angepasst werden und man erspart sich kostspielige Transporte. Europaweit müssen allerdings 30 Prozent des Flugbenzins importiert werden, großteils aus Arabien, wo die Tankschiffe nun festsitzen.

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