Asbest. Allein das Wort lässt viele zusammenzucken – und das zu Recht. Man weiß, dass es Krebs und andere Erkrankungen verursachen kann, oft erst viele Jahre später. Die jüngsten Nachweise im Burgenland geben auch in der Steiermark Anlass zur Sorge, denn längst ist bekannt, dass das giftige Material auch über die burgenländischen Landesgrenzen hinweg verkauft wurde. Eine präventive Überprüfung der Gefahrenlage in der Steiermark würde vermutlich vielen aus dem Herzen sprechen.
Asbest wirkt leise: Man riecht ihn nicht, man schmeckt ihn nicht, man merkt ihn nicht. Die Folgen zeigen sich oft erst Jahre später – dann, wenn es meist zu spät ist. Nachdem Greenpeace den Umweltskandal um burgenländische Steinbrüche ans Licht brachte, verschärfte sich die Situation am Donnerstag noch einmal: Bei einem McDonald’s-Spielplatz in Oberpullendorf und bei Rastplätzen entlang der S7, der Fürstenfelder Schnellstraße, wurde teils stark asbesthaltiges Material nachgewiesen. Die betroffenen Unternehmen reagierten schnell und ließen die Bereiche vorsorglich sperren.
Politisch ticken die Uhren jedoch anders. Im Burgenland soll zwar eine Taskforce für Aufklärung sorgen, akute Gesundheitsgefahr bestehe aber keine. In der angrenzenden Steiermark wird der Ruf nach einer präventiven Überprüfung der Gefährdungslage laut – von den Verantwortungsträgern hat man bislang aber nicht nichts dazu gehört.
Parallel wächst die Verunsicherung in der Bevölkerung, insbesondere in der Südoststeiermark. Bei Greenpeace laufen die Telefone seit Tagen heiß: Könnte ich betroffen sein? Worauf muss ich achten?
Vorsorgliche Kontrollen, wie sie seit Tagen von den Grünen gefordert werden – warum nicht? Erst messen, dann bewerten, dann, falls notwendig, handeln – transparent und nachvollziehbar. Genau das erwartet die Bevölkerung: keine Panikmache, aber auch keine Beruhigungspillen.
Kommen Sie sicher durch diesen Freitag!
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