„Österreich-Aufschlag“

„Klares Eigentor“: Harte Kritik an Paketsteuer

Wirtschaft
16.05.2026 05:47

Die Paketsteuer von zwei Euro pro Packerl soll Geld in die Staatskassen spülen und die Senkung der Mehrwertsteuer gegenfinanzieren. Rainer Will, Chef des Handelsverbands, sieht einen neuen „Österreich-Aufschlag“: Die Abgabe treffe die Falschen, treibe die Inflation und gefährde Arbeitsplätze.

Die Regierung will den „Österreich-Aufschlag“ bekämpfen, mit der neuen Paketsteuer schaffe sie aber selbst einen, meint Handelssprecher Will, der ein „Eigentor“ sieht.

„Am Ende zahlen erneut die Konsumenten“
Zwei Euro pro Sendung sollen ab Ende September für E-Commerce-Unternehmen mit über 100 Millionen Euro Umsatz anfallen. Selbst bei einer Retournierung soll die Abgabe hängen bleiben. „Am Ende zahlen die Steuer erneut die Konsumenten und österreichische Firmen werden benachteiligt“, so Will. Denn auch viele kleine und mittlere Unternehmen sind betroffen, die etwa über „Amazon Marketplace“ Waren verkaufen.

Ins selbe Horn stößt Onlineriese Zalando. Die geplante nationale Paketsteuer sei „kontraproduktiv“. Ein Sprecher zur „Krone“: „Sie würde schlicht die Falschen treffen: Österreichische und europäische Anbieter würden zur Kasse gebeten, obwohl sie sich an geltendes Recht halten und in Europa zur Wertschöpfung beitragen. Dazu müssen wir damit rechnen, dass nichteuropäische Anbieter sich der Steuer entziehen, was den Ertrag massiv verringert.“ Das richtet sich vor allem gegen Temu und Shein.

„Die Paketabgabe ist komplett ohne Wirtschaftskompetenz entstanden“, sagt Will. Es gehe auch um Hunderttausende Arbeitsplätze im heimischen Handel. Auf EU-Ebene soll bald ohnehin eine Steuer für Pakete aus Drittstaaten kommen.

Apropos EU: Es gibt auch rechtliche Bedenken. XXXLutz und Händler Otto prüfen bereits. In Italien, Rumänien und Polen sind ähnliche Ideen gescheitert.

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