Schock in Italien

Raser fährt in Menschenmenge: 8 Verletzte

Ausland
16.05.2026 19:50
Porträt von krone.at
Von krone.at

In der Altstadt der norditalienischen Stadt Modena ist am Samstag ein Auto in eine Gruppe von Fußgängern gefahren. Acht Personen wurden verletzt. Der Fahrer soll das Auto auf bis zu 100 km/h beschleunigt haben, die Hintergründe des Vorfalls sind noch unklar.

Vier der acht Personen wurden schwer verletzt, als der Fahrer in eine Menschenmenge fuhr, zitiert die italienische Nachrichtenagentur Ansa den Bürgermeister der Stadt, Massimo Mezzetti. Ein Auto raste am Samstagnachmittag mitten in Modena zuerst in eine Menschenmenge und fuhr dann in das Schaufenster eines Geschäfts. 

Stach bei Fluchtversuch Passanten nieder
Der 31-jährige Fahrer versuchte zu fliehen und verließ das Auto mit einem Messer in der Hand. Mehrere Passanten verfolgten den Mann, einen stach der Fahrer mit einem Messer nieder. Schließlich gelang es den Passanten aber, den Flüchtenden zu überwältigen. „Sie haben großen Mut gezeigt, ihnen gilt mein Dank“, sagte Mezzetti. Der Fahrer sei festgenommen worden es bestehe keine Gefahr. 

Laut Augenzeugen soll der Fahrer den Wagen auf bis zu 100 km/h beschleunigt haben, wie der Sender RAI berichtet. Mezzetti betonte, dass die Hintergründe noch völlig unklar seien. Er sei „zutiefst betroffen“ über diesen „wahnsinnigen Vorfall“. 

Fahrer war wohl nüchtern
Der 31-jährige Fahrer lebt in Modena und hat marokkanische Wurzeln. Medienberichten zufolge hat er einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften. Hinweise darauf, dass er unter Alkohol- oder Drogeneinfluss stand, gebe es derzeit nicht. Seine Wohnung wurde durchsucht. Ersten Angaben zufolge soll er keine Verbindungen zu fundamentalistischen Kreisen haben, er gelte jedoch als psychisch instabil, hieß es.

Acht Verletzte im Krankenhaus
Die Verletzten sind fünf Frauen und drei Männer. Im Krankenhaus Baggiovara in Modena werden zwei Frauen im Alter von 53 und 69 Jahren mit schweren Verletzungen behandelt. Ein 69-Jähriger erlitt weniger schwere Verletzungen. Die schwerste Verletzung weist laut den Behörden eine 55-Jährige auf, die im Krankenhaus Maggiore in Bologna behandelt wird. Ebenfalls auf der Intensivstation liegt dort ein 52-Jähriger. Sein Zustand sei ernst, aber weniger besorgniserregend als zunächst angenommen. Drei weitere Verletzte – eine 27-Jährige, eine 71-Jährige und ein 47-Jähriger – werden in der Poliklinik von Modena mit nicht lebensgefährlichen Verletzungen behandelt.

Meloni: Vorfall „äußerst schwerwiegend“
Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni drückte den Verletzten ihre Anteilnahme aus. „Was heute in Modena geschehen ist, ist äußerst schwerwiegend“, schrieb Meloni in sozialen Netzwerken. Sie sprach den Verletzten und deren Familien ihre Nähe aus und dankte zugleich den Bürgern, die „mutig eingegriffen haben, um den Verantwortlichen zu stoppen“, sowie den Sicherheitskräften für ihren Einsatz.

Meloni erklärte zudem, sie habe mit Bürgermeister Mezzetti telefoniert und stehe in ständigem Kontakt mit den Behörden, um die Entwicklung der Lage zu verfolgen. Sie äußerte die Erwartung, dass der Täter „vollumfänglich für seine Taten zur Verantwortung gezogen“ werde.

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