Walter Hochrainer überlebte im Februar nur knapp einen Schlaganfall – dank schneller medizinischer Hilfe. Am Dienstag machte er sich gemeinsam mit rund 500 anderen Bewohnern des Ausseerlandes auf den Weg nach Graz, um gegen geplante Gesundheitsreformen zu protestieren. Wut mischte sich mit Enttäuschung.
Hinter abstrakten Zahlen stehen persönliche Geschichten – wie jene von Walter Hochrainer, der im Februar des heurigen Jahres einen Schlaganfall erlitt. Sekunden entschieden über Leben oder Tod. Dank rascher Hilfe überlebte der Mann – ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie Gesundheitsversorgung funktionieren sollte, egal wo in der Steiermark man zu Hause ist.
Genau diese Versorgung hängt jetzt am seidenen Faden. Der geplante Strukturplan Gesundheit sieht vor, das LKH Bad Aussee zu einem besseren Altersheim zusammenzuschrumpfen. Für eine Region mit 13.500 Einwohnern, Tausenden Zweitwohnbesitzern und Touristen, in der das Wetter oft den Einsatz des Rettungshubschraubers verhindert, stellt das einen echten Notfall dar.
Was den Ausseern, die nicht nur für ihre Sturheit, sondern auch für ihre Handschlagqualität bekannt sind, besonders weh tut: Dass genau jene Partei, die sich in der Opposition in Gesundheitsfragen immerzu als Partner des „kleinen Mannes“ darstellte und in der Region auch deshalb vielfach gewählt wurde, als Regierer nun als Totengräber des regionalen Spitals agiert.
„Wem kann man heute in der Politik noch trauen?“, war die Frage, die man bei der Demo am Dienstag am häufigsten hörte.
Kommen Sie gut durch diesen Mittwoch!
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