Noch „weit entfernt“

Verwirrung um 250-Millionen-Deal des FC Bayern

Deutsche Bundesliga
18.08.2026 07:22
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Fließen beim FC Bayern bald weitere 250 Millionen Euro aufs Festgeldkonto? Zuletzt machte ein Bericht die Runde, wonach der deutsche Rekordmeister fünf Prozent seiner AG an Viessmann verkaufen will. Doch nun gibt es einen Dämpfer: Laut „kicker“ sind die Gespräche längst nicht so weit wie zunächst dargestellt.

Für Aufsehen hatte Ende der vergangenen Woche das Online-Portal „Absolut Fußball“ gesorgt. Dort war von einer „wegweisenden Entscheidung“ an der Säbener Straße die Rede. Der FC Bayern München e. V. um Präsident Herbert Hainer habe sich demnach darauf verständigt, weitere fünf Prozent der FC Bayern München AG abzugeben. Als Käufer wurde das Heiztechnik-Unternehmen Viessmann genannt.

Mit einem Einstieg würde das bayerische Unternehmen gleichzeitig vom Platin- zum Hauptpartner des Rekordmeisters aufsteigen. Bislang befinden sich in diesem Kreis lediglich Telekom sowie Adidas, Audi und Allianz. Letztere drei Unternehmen besitzen jeweils 8,33 Prozent der Bayern-AG, während die übrigen 75 Prozent dem FC Bayern München e. V. gehören.

Letzte Anteile der Bayern?
„Absolut Fußball“ berichtete zudem von einem möglichen Kaufpreis in Höhe von 250 Millionen Euro. Diese Summe soll Viessmann für die fünf Prozent an den Verein überweisen. Die Bayern könnten den Verkauf laut ihrer Satzung ohne Zustimmung der Mitglieder durchführen.

Brisant: Danach wäre die Grenze erreicht. Gibt der e. V. tatsächlich fünf seiner aktuell 75 Prozent ab, könnte er keine weiteren Anteile an der AG mehr veräußern. Klub-Patron Uli Hoeneß hatte dies bereits im November 2025 bestätigt. Doch bis es tatsächlich so weit kommt, dürfte noch einiges an Arbeit bevorstehen.

Noch keine Gespräche über den Preis?
Denn der „kicker“ widerspricht nun dem Eindruck eines unmittelbar bevorstehenden Abschlusses. Ein Einstieg von Viessmann sei derzeit „kein fortgeschrittenes Thema“, vielmehr seien beide Seiten noch „weit entfernt“ von einem Deal.

Grundsätzlich soll Bayern seinen langjährigen Partner zwar gerne zeitnah als neuen Anteilseigner gewinnen. Viessmann verspürt offenbar aber keinen vergleichbaren Zeitdruck. Max Viessmann, der seit 2025 dem Verwaltungsbeirat des Rekordmeisters angehört, habe „keine Eile“.

Auch die genannten 250 Millionen Euro sind dem Bericht zufolge keineswegs fix. Über konkrete Summen sollen beide Parteien bislang noch gar nicht gesprochen haben. Eine „kurzfristige Einigung“ sei deshalb ausgeschlossen. Der mögliche Einstieg von Viessmann ist damit zwar nicht vom Tisch – der vermeintlich schon fast perfekte Millionen-Deal lässt aber offenbar noch auf sich warten.

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