Mo, 20. August 2018

Rekord verdächtig

07.12.2013 12:36

Rätsel um Nürburgringrekord des McLaren P1

Rekordverdächtig schnell umrundete der Supersportwagen McLaren P1 die Nordschleife des Nürburgrings. Ob er aber tatsächlich einen Rekord herausgefahren hat, bleibt fraglich.

Es geht in die nächste Runde im Duell der Hybrid-Supersportwagen und diese ist eine ganz spezielle: die Nürburgring-Nordschleife. Sie in unter sieben Minuten zu bezwingen fällt manchem Rennwagen schwer, nun hat es ein weiterer Seriensportwagen auf Straßenreifen geschafft. Der McLaren P1 raste mit mehr als 178 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit über die 20,8 kurvigen Kilometer der legendären Eifelpiste. Vor einigen Wochen hatte das bereits der Porsche 918 Spyder geschafft. Wer schneller war, lässt sich nicht sagen – denn die Briten wollen ihre Zeit selbst auf Anfrage nicht preisgeben.

Ist es britisches Understatement oder war der 916 PS starke Hybrid-Bolide aus dem Rennstall McLaren etwa langsamer als der Porsche? Fakt ist: Wenn überhaupt, dann kann er nicht viel langsamer gewesen sein: McLaren bestätigt eine Zeit unter sieben Minuten, der Zuffenhausener Hybridsportler mit 887 PS hatte eine Zeit von 6 Minuten und 57 Sekunden vorgelegt.

Auf der anderen Seite hieß es in einem unbestätigten Gerücht schon vor einigen Wochen, der Brite habe den Deutschen um ganze zehn Sekunden unterboten, statt 6:57 Minuten soll er lediglich 6:47 Minuten gebraucht haben – Welten in dieser Liga. Ein anderes Gerücht behauptet, McLaren wolle im Sommer bei einem neuen Versuch in der Eifel auf Zeit fahren.

Wenn viel geredet, aber wenig gesagt wird, bleibt also zunächst unbeantwortet, warum die Briten ein Geheimnis um die genaue Zeit machen. Um den Verkauf ihres Boliden anzukurbeln müssten sie es nicht tun: Es sind bereits alle der 375 Hybrid-Supersportwagen verkauft, Einzelpreis rund 1,1 Million Euro.

Als Dritter im Supersportwagen-Terzett dürfte bald auch der Hybrid-Ferrari LaFerrari in den Kampf um die schnellste Rundenzeit eingreifen. Traditionell gehören die Fahrzeuge der Italiener aber auf dem Eifel-Rundkurs nicht zu den schnellsten, da ihnen die entsprechende Abstimmung fehlt.

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