Osteoporose

Knochenbruch droht: Test verrät Ihr Sturzrisiko

Gesund
06.04.2025 06:00

Stürze enden bei Osteoporose sehr häufig mit einem Knochenbruch. Um dies zu verhindern, ist es wichtig, über ausreichend Gleichgewicht und Stabilität zu verfügen. Mithilfe eines unkomplizierten Selbsttests können Sie ihr individuelles Sturzrisiko und somit auch die Verletzungsgefahr überprüfen.

Wir werden dank der modernen Medizin, des hohen Lebensstandards und der hochwertigen Ernährung immer älter, fühlen uns gleichzeitig jung, fit und dynamisch. Das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass mit zunehmendem Alter auch das Krankheitsrisiko steigt.

Gefahr besteht schon bei geringen Belastungen
Osteoporose ist eine Skeletterkrankung, die durch eine niedrige Knochenmasse und erhöhte Knochenbrüchigkeit charakterisiert ist. Die Knochen verlieren an Härte. Dadurch steigt die Gefahr von Frakturen und Wirbelkörpereinbrüchen schon bei geringen Verletzungen und Belastungen.

Die 6-Monatssterblichkeit nach einer Hüftfraktur liegt bei über 65-Jährigen bei 21%. Zusätzlich sind Betroffene bei ihren Aktivitäten (z.B. Autofahren) stark eingeschränkt, viele können nicht mehr allein gehen.

Chair-rise-Test: Mit vor der Brust gekreuzten Armen ohne sich abzustützen aus einem Sessel ...
Chair-rise-Test: Mit vor der Brust gekreuzten Armen ohne sich abzustützen aus einem Sessel aufstehen und wieder niedersetzen. Fünfmal in 10 Sekunden wiederholen.(Bild: Krone KREATIV/Martin Jöchl)
Tandem-Stand zur Überprüfung der Balance: Gerade hinstellen, Arme leicht wegstrecken, Füße ...
Tandem-Stand zur Überprüfung der Balance: Gerade hinstellen, Arme leicht wegstrecken, Füße hintereinander einer imaginären Linie entlang aufsetzen.(Bild: Martin A. Jöchl)

Daher sollten alle Menschen über 70 Jahre eine Basisdiagnostik bezüglich Osteoporose durchführen lassen, bei bestehenden Risikofaktoren wie etwa erblicher Belastung, Unverträglichkeit von Milchprodukten, verminderter sportlicher Aktivität, mangelndes UV-Licht (Vitamin D), chronische entzündliche Erkrankungen oder Einnahme bestimmter Medikamente (Arzt, Apotheker befragen) durchaus viel früher. 

Ein einfacher Selbsttest zeigt Ihnen, ob Ihr Sturzrisiko erhöht ist und wie es um Ihre Balancefähigkeit steht:

  • Tandem-Stand-Test: Einen Fuß so vor den anderen stellen, dass die Ferse des einen die Zehen des anderen Fußes berührt. 10 Sekunden ruhig stehen. Oder Sie gehen ohne abzusetzen über eine zwei Meter lange Linie, indem Sie einen Fuß vor den anderen setzen.
  • Chair-rise-Test: 5x in 10 Sekunden mit gekreuzten Armen vor der Brust vom Sessel ganz aufstehen und wieder hinsetzen, ohne die Hände zu Hilfe zu nehmen.

Wer das nicht schafft, ist besonders sturzgefährdet und sollte unbedingt Gegenmaßnahmen in Angriff nehmen.

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