Wie am Sonntag bekannt wurde, hat Doria Ragland, die Mutter von Herzogin Meghan, ihren Ex-Mann Thomas Markle auf den Kindesmissbrauchsfotos identifiziert, die zu seiner Verhaftung geführt haben.
Wie die britische „Sun“ berichtet, wurden der ehemaligen Sozialarbeiterin geschwärzte Versionen der sexuell expliziten Bilder gezeigt. Konkret ging es um zwei Bilder, auf denen er ein junges, nacktes Mädchen berührt. Die 70-Jährige soll dem FBI ihre Hilfe angeboten haben.
Ragland hätte ausgesagt, dass Markle in seinen 30ern oder 40ern gewesen sein müsse, als die Bilder entstanden. Die Bilder wurden in der vergangenen Woche in zwei Lager, die Markle in Los Angeles gemietet hatte, gefunden. Die Durchsuchungen fanden nach einem Tipp von Markles Sohn Thomas Markle Jr. statt. Dieser hatte bereits auf den Philippinen Kisten mit Missbrauchsmaterial, die er in einem ehemaligen Haus seines Vaters entdeckt hatte, an die Polizei übergeben. Kurzfristig wurde er sogar selbst als „Person von Interesse“ geführt. Dafür hat sich die philippinische Polizei aber mittlerweile entschuldigt. Auch in Mexiko, wo Markle nach seiner Pensionierung gelebt hatte, wurde ein Lager durchsucht. Auch dort wurden die Ermittler fündig.
Verhaftung und Hausarrest
Markle Senior, der angibt, an Demenz zu leiden, wurde am Freitag in einem Pflegeheim in Florida wegen des Besitzes von bildlichem sexualbezogenem Kindesmissbrauchsmaterial verhaftet. Als das FBI ihn abholte, saß er im Rollstuhl und hatte Handschellen angelegt. Dem 82-Jährigen wurde im vergangenen Jahr nach einer Venenthrombose ein Unterschenkel amputiert.
Bei einem ersten Gerichtstermin in der Stadt Tampa in Florida wurde entschieden, dass Markle zurück in das Seniorenheim darf, in dem er vor der Verhaftung war. Dorthin soll er aber dem Bericht zufolge nicht zurückgekehrt sein. Angeblich habe der Ehemann seiner ältesten Tochter Samantha seine Sachen abgeholt. Laut „Sun“ soll er sich in einer nahegelegenen Seniorenresidenz in Florida aufhalten.
70 Jahre Haft?
Da er selbst auf den Fotos zu sehen ist, könnte er auch wegen deren Herstellung und Verbreitung angeklagt werden, berichtet die „Sun“. Ihm könnten nicht nur die von der Staatsanwaltschaft bereits in den Raum gestellten 20 Jahre Haft drohen, sondern sogar 70 Jahre.
„Die Anschuldigungen sind extrem ernst und wir werden Herrn Markle mit allen rechtlichen Mitteln strafrechtlich verfolgen“, teilte der stellvertretende Bundesstaatsanwalt in Kalifornien, Bill Essayli, mit.
Meghan (45) hatte sich nach Bekanntwerden erster Berichte über Funde von Missbrauchsmaterial bei ihrem Vater „zutiefst bestürzt“ gezeigt. Zur Verhaftung gaben sie und Prinz Harry aber keinen Kommentar ab.
Sie sei bereits 2018 von britischen Sicherheitsbehörden über „beunruhigende und verstörende Vorwürfe“ gegen ihren Vater informiert worden, hatte die Frau von Prinz Harry Ende Oktober mitgeteilt. Sie fügte hinzu: „Ich hoffe, dass nun verständlich wird, dass – trotz der Verzerrungen durch einige Medienberichte im Laufe der Jahre – jede Distanz zu meinem Vater und meine Entscheidung, ihm den Kontakt zu unseren Kindern zu verweigern, nur einem Grund diente: sie zu schützen.“
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