Facebooks Börsengang Mitte Mai 2012 war mit Spannung erwartet worden - und wurde zum Debakel. Das soziale Netzwerk und die Banken hatten die Nachfrage nach dem Papier überschätzt, der Kurs geriet schnell unter Druck. Technische Pannen beim Börsenbetreiber Nasdaq und Zweifel am Geschäftsmodell taten ihr Übriges.
Die Banken hielten die Aktie zunächst noch mit Stützungskäufen über Wasser. Das konnte jedoch nicht ewig so weitergehen. Als sie nach wenigen Tagen losließen, rutschte das Papier rasant unter den Ausgabepreis von 38 Dollar. Am Tiefpunkt fiel die Aktie bis auf 17,55 Dollar. Anleger richteten böse Blicke auf Altaktionäre, an die beim Börsengang beachtliche 16 Milliarden Dollar geflossen waren.
Hausaufgaben gemacht
Facebook machte in den vergangenen Monaten allerdings seine Hausaufgaben: Während die mobilen Apps zum Börsengang noch überhaupt kein Geld abwarfen, kamen zuletzt 41 Prozent der Werbeeinnahmen von Smartphones und Tablets. Vor gut einer Woche stand die Aktie noch bei 25 Dollar, nach den neuesten Quartalszahlen ging es dann steil nach oben.
Den Schlussspurt zum Ausgabepreis befeuerte wohl auch ein Medienbericht von Dienstag, demzufolge Facebook künftig kurze Video-Werbung in die Nachrichtenströme seiner Mitglieder bringen wolle. Von Werbekunden wolle das Online-Netzwerk bis zu 2,5 Millionen Dollar für einen 15-Sekunden-Clip pro Tag verlangen, schrieb die Finanznachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen.
Geldregen für Mark Zuckerberg
Der Kursanstieg ist auch gut für das persönliche Vermögen des Gründers und Großaktionärs Mark Zuckerberg, das dadurch in gut einer Woche um über fünf Milliarden Dollar gestiegen ist.
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