Wie der Titel vermuten lässt, beschränken sich die Aufgaben diesmal nicht nur auf einen Schauplatz, sondern auf unterschiedliche Einsatzorte auf unserem Globus. Doch schon beim ersten Einsatz geht so gut wie alles schief und unserer Team landet in Gefangenschaft. Connors gelingt es aber seine Bewacher zu überrumpeln. Somit besteht die erste Aufgabe darin seine Teamkameraden zu befreien. Sobald diese erste Hürde überwunden ist, steht nun nichts mehr im Weg, um den Fieslingen gehörig in den Hintern zu treten.
Die Steuerung orientiert sich stark an den Vorgängern, wodurch sich Kenner der Serie sofort zurechtfinden werden. Den Neueinsteigern sei das gut gemachte Tutorial wärmstens empfohlen, da ansonsten einiges an Frust droht. Die Teamkameraden stehen einem nämlich nur dann helfend zur Seite, wenn man ihnen die entsprechenden Befehle erteilt.
Verzögerte Befehle
Neu ist hierbei die Möglichkeit verzögerte Befehle zu geben. Konkret bedeutet dies, dass ein Befehl an die Teammitglieder vorab gespeichert und erst in der entsprechenden Situation aktiviert wird. So können etwa Hinterhalte gelegt werden, die erst aktiviert werden, nachdem ein feindlicher Trupp eine bestimmte Stelle passiert hat. In diesem Zusammenhang fällt leider auch die teilweise nicht so glücklich agierende KI auf, welche in den nächsten Teilen noch genügend Spielraum für Verbesserungen bietet.
In den einzelnen Mission besteht ab und an, neben den eigentlichen Missionszielen, die Möglichkeit noch zusätzliche Aufgaben zu bewältigen, die den Spielfiguren mehr Erfahrung und äußerst hilfreiche Ausrüstungsgegenstände, wie etwa spezielle Waffen, einbringen.
Kühles Köpfchen statt wilder Ballerei
Alle John Rambos und Anhänger des wild um sich Ballerns werden bei "Conflict Global Storm" nur ein paar Meter weit kommen, bevor sie den Level von vorne beginnen dürfen. Denn: Ohne taktisches, überlegtes Vorgehen im Verbund mit den Teamkameraden, ist jede Mission von Anfang an zum Scheitern verurteilt.
Technisch präsentiert sich das Spiel von einer sehr guten Seite. Die Grafiker haben aus der inzwischen etwas betagten PS2 einiges herausgeholt und auch die Soundeffekte, insbesondere der Waffen, klingen äußerst realitätsnah. Nur die Sprachausgabe könnte qualitativ etwas besser sein. Steuerungstechnisch gibt es ebenfalls nicht viel zu bemängeln. Lediglich die Befehlsvergabe wirkt, in hektischen Situationen, mitunter einen Tick zu umständlich.
Neben dem Einzelspielmodus steht zudem eine Onlinevariante zur Verfügung.
Fazit: "Conflict Global Storm" ist ein würdiger Nachfolger der Serie, wobei die Entwickler mit Bedacht das Spiel weiter verbessert haben. Bis auf kleinere Kritikpunkte kann es jedem Taktik-Shooter-Fan wärmstens empfohlen werden.
Platform: PS2 (getestet), XBox, PC
Publisher: Eidos
Krone.at-Wertung: 84%
von Harald Kaplan
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.