Im Alfa Romeo 4C

Marc Gené verführt Passanten zu heißer Spritztour

Motor
20.06.2013 10:23
Alfa Romeo schickt Rennfahrer Marc Gené auf die Piste, um Stimmung für den kommenden Sportwagen 4C zu machen. Ein Video zeigt den Spanier, wie er mit einem tarnfolierten Alfa Romeo 4C durch Madrid fährt und auf der Straße versucht, einen Mitfahrer zu finden.

Als schließlich ein gutaussehender junger Mann einsteigt, beginnt die Spritztour. Erst durch die Stadt, unter bewundernden Blicken vieler Madrilenen, mit spontanen Fotos von Passanten. Dann geht es auf eine Rennstrecke, die Tarnfolien werden abgenommen und schnelle Runden gedreht. Am Ende bekommt der "spontane Beifahrer" noch eine weitere Überraschung präsentiert. Ob er allerdings wirklich zufällig ausgewählt oder eigens gecastet wurde, sei dahingestellt…

Das Fahrzeug sorgte jedenfalls für echtes Aufsehen. Kein Wunder - er ist ein optischer wie technischer Leckerbissen: Seine schöne Karosserie wurde um ein Karbon-Monocoque gebaut. Und selten wird er sein. 

Dreieinhalbtausend Einheiten sollen ab September im Maserati-Werk in Modena produziert werden, rund tausend 4C sind davon für den europäischen Markt vorgesehen, der Rest geht in alle Welt, wobei die USA ein Schwerpunkt sein wird. Dort wird der kompakte Sportler nämlich den Auftakt für die Wiedereinführung des Labels geben.

Superleichtsportler
Mit einem Leergewicht von 895 kg ist er leichter als die meisten Kleinwagen, doziert Alfa-Chefentwickler Mauro Pierallini. Angesichts von 176 kW/240 PS ergibt sich ein Leistungsgewicht von runden fünf kg je kW. Damit liegt der Punch des 1,8 Liter großen Vierzylinders (daher die Bezeichnung 4C) nur geringfügig über dem exakt genau so großen Triebwerk aus der Giulietta QV. 

Allerdings handelt es sich beim 4C nur vordergründig um den gleichen Motor – hier kommt nämlich erstmals ein Aluminium-Block zum Einsatz. Darüber hinaus sollen ein spezifisches Setup sowie der überarbeitete Ansaugtrakt für Optimierung sorgen. Die Fahrleistungen liegen auf Augenhöhe mit ernstzunehmenden Sportwagen; für den Standard-Sprint auf 100 km/h nennt das Werk 4,5 Sekunden, und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 250 Stundenkilometern. Eine Gewichtsverteilung von 40:60 soll aus dem Südeuropäer einen veritablen Kurvenräuber machen.

Auf eine Servolenkung verzichteten die Ingenieure mit Blick auf die Kilos. Mit nur 23 Prozent Stahl im Materialmix wird klar, dass der Leichtbau im Vordergrund stand. Den größten Anteil hat mit 38 Prozent Aluminium, während vergleichsweise wenig Karbon (zehn Prozent) zum Einsatz kommt. Dennoch zeigt das eingesetzte Kohlefaser-Monocoque, wie ambitioniert die Techniker den 4C in Richtung Supersportler getrimmt haben. 

Die 350 Nm des Vierzylinders werden per Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe übertragen, das auch über eine Launchcontrol-Funktion verfügt. Ein manuelles Getriebe ist derzeit ebenso wenig vorgesehen wie eine weitere Motorenvariante. Allerdings soll es eine Sonderausführung namens "4C Domenico Beinasco" geben, für die man die eine oder andere Sonderoption wählen können wird.

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