Die Eckdaten: Vier Reisende mitsamt Gepäck und sperrigem Trainingsequipment, rund 2.000 Autobahnkilometer zu bewältigen und all das binnen vier Tagen. Bei diesem Road-Trip von Wien nach Mailand und retour stellte der Honda CR-V seine Langstrecken-Qualitäten eindrucksvoll unter Beweis.
Um 7.30 Uhr morgens fanden sich vier leicht verschlafene Kampfkünstler im dritten Wiener Gemeindebezirk ein. Schnell waren mehrere Reisetaschen, Sportrucksäcke und die bis zu 1,30 Meter langen Taschen mit Stöcken und Übungsschwertern im Kofferraum verstaut. Der halbwegs ungetrübte Blick durch Innenrückspiegel und Heckscheibe blieb dennoch erhalten. Kurz darauf verriet das Symbol am Multifunktionsdisplay inmitten des Tachometers, dass auch die beiden Fahrgäste im Fond die Sicherheitsgurte angelegt hatten. Es konnte also losgehen.
Im frühmorgendlichen Verkehr gegen den Strom aus der Stadt zu "schwimmen", machte richtig viel Spaß. Wien verschwand am Horizont, die erste Etappe auf der Westautobahn bis nach Salzburg lag bei mäßigem Verkehr vor uns. Ideale Bedingungen also, sich von den technischen Helfern das Fahrerlebnis versüßen zu lassen. Als praktisch erwies sich dabei unter anderem die separate Ansteuerung der Fahrer- und Beifahrerklimazone, so konnte auch unser unterschiedliches Kälteempfinden die Stimmung nicht gefrieren lassen. Die musikalische Untermalung wurde via Aux-Buchse aus dem Mobiltelefon bzw. MP3-Player gespeist, jeder konnte sich so im Laufe der Fahrt problemlos an das System anstöpseln.
Erster Tankstopp am Brenner
Die ersten Stunden flogen regelrecht vorbei und schon bald lag Salzburg vor uns, wo wir einen Versorgungsstopp einlegten, der aber ausschließlich für die Insassen gedacht war. Auf der Tankanzeige hatte die Nadel nämlich noch nicht einmal die 50-Prozent-Marke unterschritten. Gestärkt ging es für uns vier Insassen dann weiter via Deutschland, quer durch Tirol und über den Brenner. Erst bei der allerletzten Tankstelle vor der italienischen Grenze, also nach über 500 abgespulten Kilometern, füllten wir den Tank erstmals wieder auf.
Schnell ließen wir Wipptal und Eisacktal hinter uns, passierten Bozen und ließen auch das Trentino bei stetig leichtem Gefälle hinter uns. Schließlich gelangten wir bei Rivoli Veronese in das üppig grüne Flachland. Um einige Kilometer einzusparen, verließen wir die Autobahn und nutzten die Bundesstraße bis Peschiera am Südufer des Gardasees, wo wir erneut auf die Autobahn A4 auffuhren. Die übrigen 150 Kilometer bis ins Herz von Mailand waren dann nur noch ein Klacks.
Parken dank Rückfahrkamera kein Problem
In den folgenden drei Tagen pendelten wir dann jeden Tag zwischen unserem Schlafplatz und einer Trainingshalle in der Ortschaft Saronno, die etwa 25 Kilometer außerhalb von Mailand gelegen ist. Dabei erwies sich der Honda CR-V als treuer Begleiter, der unsere müden Knochen auch nach mehreren Stunden intensiven Trainings noch sicher und vor allem sanft rollend nach Hause brachte.
Auch der Verkehr in der italienischen Millionenmetropole konnte dem aus Japan stammenden SUV nichts anhaben, das sich in engen Gassen intuitiv manövrieren und dank Rückfahrkamera auch in kleinste Parklücken zwängen ließ. Gerade die erhöhte Sitzposition macht es dabei dem Fahrer besonders leicht, die Übersicht im dichten Fahrzeuggedränge zu behalten. Gleichzeitig steckte der Wagen die zahllosen Schlaglöcher, denen auszuweichen nicht immer möglich war, problemlos weg.
ECO-Assistent verführt zu harmonischer Fahrweise
Die Rückreise verlief dann ebenso zügig. Knapp zehn Stunden – zwei kleine Pausen miteingerechnet – dauerte es, bis wir alle wieder wohlbehalten in Wien angekommen waren. Dabei erwies sich zum wiederholten Male der Tempomat als willkommener Helfer und als echte Entlastung für müde Beine. Der gut schallisolierte Innenraum trug seinen Teil dazu bei, dass die Fahrgäste im Fond den Großteil der Rückfahrt im Land der Träume verbrachten.
Dank aktivem ECO-Assistent, der den Fahrer durch grüne Leuchtdioden neben dem Tachometer zu einer harmonischeren Fahrweise verführt und vor zu hohen und zu niedrigen Drehzahlen warnt, blieb es letztlich bei insgesamt zwei Tankstopps. Fazit: Der Honda CR-V erwies sich als alltagstaugliches Raumwunder mit echten Langstreckenqualitäten.
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