In einem offenen Brief auf der Website stopwatching.us wird der US-Kongress aufgefordert, die Überwachung von Internet und Telefon zu stoppen, das Ausmaß offenzulegen und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.
"Diese Art der pauschalen Datensammelei kratzt an den amerikanischen Grundwerten von Freiheit und Privatsphäre", heißt es in dem Aufruf. Dadurch würden Eckpfeiler der Verfassung verletzt.
IT-Konzerne wollen Geheimdienstanfragen offenlegen
Auch die großen Internetkonzerne Google, Microsoft, Facebook und Twitter sind auf Konfrontationskurs mit der Regierung gegangen. Sie wollen die Anzahl und Tragweite der Datenabrufe durch den Geheimdienst NSA offenlegen (siehe Infobox).
Das ist ihnen bisher aus Gründen der "nationalen Sicherheit" verboten. Mit der Offenlegung wollen die Konzerne einem Vertrauensverlust bei ihren Nutzern entgegenwirken. Denn das würde sich letztlich auf das Geschäft auswirken.
US-Geheimdienst hört High-Tech-Konzerne ab
Zuvor war bekannt geworden, dass große US-Konzerne wie Microsoft, Google, Apple und Facebook vom Geheimdienst NSA abgehört werden. Betroffen sind nicht nur die Daten von US-Bürgern, sondern auch jene ausländischer Nutzer.
Ein Informant namens Edward Snowden hatte die Vorgänge an einen Journalisten herangetragen, der sie öffentlich machte. Snowden ist seither auf der Flucht und zuletzt in Hongkong untergetaucht (siehe Infobox).
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