Autofahrer atmen auf

Ölpreise stürzen ab – Tankstellen ziehen nach

Wirtschaft
21.04.2026 10:48
Porträt von krone.at
Von krone.at

Autofahrer in Österreich können derzeit aufatmen: Die Preise an den Tankstellen sind in den vergangenen Wochen deutlich gesunken – und ein Ende des Rückgangs ist vorerst nicht in Sicht.

Zu Wochenbeginn setzte sich der Abwärtstrend fort. Am Montag kostete Diesel im Schnitt 1,879 Euro pro Liter, Benzin lag bei durchschnittlich 1,678 Euro. Besonders deutlich fällt der Rückgang bei Diesel aus: Im Vergleich zu Ende März ist der Preis um gut 40 Cent pro Liter gesunken. Benzin verbilligte sich gegenüber seinem Höchststand um etwa 20 bis 25 Cent.

Seit gut zwei Wochen geben die Preise an den heimischen Tankstellen kontinuierlich nach. Neben staatlichen Maßnahmen spielt dabei vor allem die Entwicklung am Ölmarkt eine zentrale Rolle.

Das Liniendiagramm zeigt die Entwicklung der Medianpreise für Diesel und Super in Euro pro Liter von Jänner bis April 2026. Im März steigen beide Preise deutlich, bevor sie im April wieder sinken. Am 20. April liegt der Medianpreis für Diesel bei 1,879 Euro und für Super bei 1,678 Euro. Quelle: E-Control.
Die Spritpreise haben sich wieder auf Talfahrt begeben – für eine Entwarnung ist es aber ...
Die Spritpreise haben sich wieder auf Talfahrt begeben – für eine Entwarnung ist es aber aufgrund der volatilen Lage im Iran noch zu früh.(Bild: P. Huber)

Ölpreise sinken spürbar
Ein wesentlicher Grund für die günstigeren Spritpreise ist der Rückgang der Rohölpreise. Dieser wurde zuletzt durch Hoffnungen auf eine Entspannung im Iran-Krieg sowie eine mögliche Öffnung der wichtigen Schifffahrtsroute Straße von Hormuz befeuert. Während ein Fass der Nordseesorte Brent Ende März noch über 100 US-Dollar kostete, liegt der Preis aktuell bei rund 95 Dollar.

Spritpreisbremse verstärkt Effekt
Zusätzlich wirkt seit dem 2. April die sogenannte Spritpreisbremse der Regierung. Diese umfasst eine Senkung der Mineralölsteuer um fünf Cent pro Liter sowie eine Begrenzung der Gewinnspannen der Ölunternehmen. Insgesamt sollten die Maßnahmen eine Entlastung von rund zehn Cent pro Liter bringen.

Auffällig ist, dass das Inkrafttreten der Maßnahme zeitlich mit dem Rückgang der Ölpreise zusammenfiel – beide Faktoren tragen somit parallel zur aktuellen Preisentwicklung bei.

Noch über Vorkrisenniveau
Trotz der jüngsten Entspannung liegen die Preise weiterhin über dem Niveau vor Beginn des Iran-Kriegs. In der Woche davor kostete Diesel im Schnitt 1,57 Euro pro Liter, Benzin etwa 1,52 Euro. Tanken ist damit zwar wieder deutlich günstiger geworden, von früheren Preisniveaus ist man aber noch ein Stück entfernt.

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