02.04.2013 17:27 |

Familienfranzose

Citroen C4 Picasso: Leicht, extravagant und praktisch

Immer noch extravagant, aber deutlich praktischer geht der Citroen C4 Picasso im Juni in die Neuauflage. Die zweite Generation des Kompakt-Vans will sich nun nicht mehr nur äußerlich von der Familienauto-Konkurrenz absetzen, sondern auch bei Platzangebot und Verbrauch neue Maßstäbe setzen.

Der C4 Picasso ist das erste Modell auf der neuen Kompakt-Plattform des PSA-Konzerns, auf der künftig auch die C4-Limousine und deren Schwestermodell Peugeot 308 stehen werden. Neben einer Gewichtseinsparung von 140 Kilogramm gegenüber dem Vorgänger ermöglicht sie auch, Motor und Getriebe platzsparend einzubauen, sodass der Radstand deutlich zulegen kann. Obwohl der neue Picasso knapp vier Zentimeter kürzer ist als sein Vorgänger, sollen im Innenraum großzügigere Platzverhältnisse herrschen. Auch der Gepäckraum wächst: von zuvor schon ordentlichen 500 Litern auf nun 537 Liter. Wer die verschiebbare Rückbank bis zum Anschlag nach vorne rückt, kann sogar 630 Liter unterbringen – Bestwert in dieser Klasse.

Die neue Plattform EMP2 bringt mit der Verwendung von Aluminium und hochelastischem Stahl bei einigen Teilen und einem hinteren Boden aus Komposit eine Reduzierung um 70 kg. Bei der Karosserie werden weitere 70 kg gespart, unter anderem durch die Verwendung von Aluminium für die Motorhaube und Komposit für die Heckklappe. Das Ergebnis der "Abmagerungskur" ist, dass der C4 Picasso gleich viel wiegt wie ein C3 Picasso.

Anders, aber endlich keine feststehende Nabe mehr
Beim Design setzt sich Citroen erneut vom üblich nüchternen Van-Stil ab. Stark geschlitzte, zweiteilige Leuchten-Einheiten an der Front, die teilverchromte C-Säule und eine extrem breite Heckklappe mit Rücklichtern in 3D-Optik sorgen für Eigenständigkeit. Vom Vorgänger übernommen wurden die großen Fensterflächen, die für einen freundlich-hellen Innenraum sorgen sollen. Und auch allgemein bleiben die Franzosen ihrem eigenen Interieur-Stil treu, wie das auf der Mittelkonsole zwischen Fahrer und Beifahrer untergebrachte Zentralinstrument zeigt. Weggefallen ist jedoch die unpraktische feststehende Lenkradnabe des Vorgängers.

Beim Antrieb liegt der Fokus auf dem Diesel. Einstiegstriebwerk ist ein 1,6-Liter-Motor mit 90 PS, der mit 3,8 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometern auskommen soll. Kaum durstiger geht die 115 PS starke Version des Vierzylinders ans Werk, die einen Normverbrauch von 4,0 Liter aufweist. Besonders sauber soll der erstmals aufgelegte BlueHDI-Motor in der 150 PS-Klasse sein, der bereits die Abgasnorm Euro 6 erfüllt. Citroen spricht von einem Verbrauchsvorteil von durchschnittlich einem Liter auf 100 km im Vergleich zur ersten C4-Picasso-Generation. Die Kraftübertragung erfolgt über ein manuelles Sechsganggetriebe – außer beim kleinen Diesel, wo das ansonsten optionale automatisierte Sechsganggetriebe obligatorisch ist. Im Herbst wird das Programm durch einen Sechsgang-Wandlerautomaten ergänzt.

Aufgerüstet präsentiert sich die Liste der Assistenzsysteme und Komfort-Extras. So ist nun erstmals ein Umfeldüberwachungssystem auf Basis von vier Kameras erhältlich; ein Computer errechnet aus den Bildern eine simulierte Draufsicht, was das Rangieren in engen Parklücken erleichtern soll. Auf Wunsch übernimmt der Citroen das Einparken auch gleich selbst. Außerdem kann der Familien-Van unter anderem mit einem Abstandshalte-Tempomaten, einem Totwinkel-Assistenten und automatischem Fernlicht ausgerüstet werden. Beifahrer freuen sich zudem über einen sogenannten Relax-Sitz mit Unterschenkelunterstützung.

Die Preise für den Fünfsitzer nennt der Hersteller noch nicht. Das aktuelle Modell gibt es in der 120 PS starken Benziner-Einstiegsversion ab 20.260 Euro. Im Konkurrenzfeld finden sich der Segment-Bestseller VW Touran, der Ford Focus und der Opel Zafira.

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