Kim Dotcom ist zufrieden: Drei Millionen User, 125 Millionen Dateien und die Verschlüsselungsalgorithmen von Mega seien noch immer nicht geknackt worden. Allerdings hatte Dotcom schon nach den ersten 24 Stunden, in denen der neue Dienst online war, verkündet, es hätten sich eine Million Benutzer angemeldet.
Laut der britischen IT-Website "The Inquirer" ist es deshalb denkbar, dass die Benutzer nach einem anfänglichen Ansturm das Interesse an dem Dienst verloren haben. Etwa, weil sie feststellen mussten, dass die Server dem Andrang nicht Herr wurden.
Mega bietet 50 Gigabyte Online-Speicher gratis
Dotcom lockt die User mit stattlichen 50 Gigabyte Gratis-Onlinespeicher auf seinen Dienst. Zum Vergleich: Microsofts SkyDrive bietet sieben, Dropbox zwei Gigabyte Gratis-Speicher. Allerdings fehlen bislang Mobil-Anwendungen und eine Synchronisierungs-Software für den Desktop, weshalb das Mega-Angebot nur mit Einschränkungen nutzbar ist.
Dotcom verspricht, die fehlenden Funktionen bald nachzuliefern. "Die meisten Bugs sind repariert, Mobil-Apps und Sync-Client kommen bald", so der Internetmillionär über den Kurznachrichtendienst. Während das Mega-Team noch an den Mobil-Apps arbeitet, hat ein findiger Programmierer (siehe Infobox) übrigens bereits eine erstellt. Diese bietet zwar nur begrenzten Funktionsumfang, dafür kann sie schon jetzt kostenlos heruntergeladen werden.
Mega-Vorgänger brachte Dotcom ins Gefängnis
Mega ist das Nachfolgeangebot des vor etwas mehr als einem Jahr im Zuge einer groß angelegten Razzia vom Netz genommenen Filehosters MegaUpload. Kim Dotcom, der den Dienst betrieben hatte, kam damals wegen vermeintlicher Urheberrechtsverstöße in Untersuchungshaft.
Sein Vermögen wurde von den neuseeländischen Behörden konfisziert. Dotcom wurde nach einem zähen juristischen Tauziehen jedoch auf freien Fuß gesetzt, erlangte Teile seines Vermögens zurück – und begann mit der Arbeit am MegaUpload-Nachfolger mit dem einprägsamen Namen Mega, der genau ein Jahr nach der Razzia online ging. Ein Verfahren, in dem entschieden werden soll, ob Dotcom in die USA ausgeliefert wird, läuft noch.
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