Jeder Dritte (35 Prozent) hat in den vergangenen fünf Jahren mit einem defekten Smartphone zu kämpfen gehabt, doch nur 32 Prozent der Betroffenen haben ihr defektes Gerät auch tatsächlich reparieren lassen. Ausschlaggeben dafür waren die oftmals hohen Kosten.
Das hat eine repräsentative Umfrage im Auftrag des TÜV-Verbands unter 1000 Personen ab 16 Jahren in Deutschland ergeben. 31 Prozent haben das Handy demnach nicht repariert, weil es ihrer Ansicht nach nicht mehr zu retten war, 30 Prozent verzichtete wegen der hohen Kosten auf eine Reparatur und sieben Prozent kamen gar nicht erst auf die Idee, ihr Handy reparieren zu lassen.
„Eher die Ausnahme als die Regel“
„Die Reparatur von Smartphones ist eher die Ausnahme als die Regel, obwohl dies die deutlich nachhaltigere Variante wäre“, kommentierte Juliane Petrich, Referentin für Politik und Nachhaltigkeit beim TÜV-Verband. Verbraucher seien sich unsicher über die Kosten, die Reparierbarkeit und die Verfügbarkeit von Reparaturdiensten.
Der Umfrage zufolge ließen 15 Prozent der Befragten mit einem Handy-Defekt das Gerät in einem Fachgeschäft reparieren. Jeder Zehnte ließ die Reparatur vom oder über den Hersteller durchführen, sieben Prozent reparierten das Gerät dagegen in Eigenregie.
Ältere behalten Smartphones länger
Und noch etwas fördert die Umfrage zutage: 16 Prozent der Verbraucher wechseln ihr Smartphone bereits nach zwei Jahren aus. Der größte Teil tauscht das Gerät nach drei bis vier Jahren (35 Prozent). Immerhin 24 Prozent nutzen ihr Smartphone fünf Jahre oder länger und ebenfalls 24 Prozent behalten es, bis es unbrauchbar wird.
Dabei gibt es allerdings große Unterschiede zwischen den Generationen: Während Jüngere ihre Smartphones häufiger wechseln, nutzen Ältere sie signifikant länger. So behalten nur 17 Prozent der 16- bis 39-Jährigen ihr Smartphone, bis es unbrauchbar wird, während dies bei den 50- bis 75-Jährigen durchschnittlich 32 Prozent tun.
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