Stromspender

Autobatterie-Ladegeräte im Test: Teuerstes versagt

Motor
30.01.2013 18:28
Kurzstrecken, Kälte und der Einsatz vieler elektrischer Verbraucher machen der Autobatterie im Winter stark zu schaffen. Damit der Akku in der kalten Jahreszeit nicht vorzeitig schlapp macht, empfiehlt es sich, sie regelmäßig zu laden. Die Prüforganisation GTÜ hat jetzt Batterielader zu Preisen zwischen 45 Euro und 90 Euro getestet.

Am besten schnitt der schnelle Lader CTEK MXS 5.0 für rund 80 Euro ab. Zweiter wurde das JMP 4000 für etwa 70 Euro, auf Rang drei folgt das Bosch C3 für 58 Euro, Rang vier geht an das GYS Tech 3800 für 53 Euro. Zufriedenstellend fanden die Tester die Geräte cartrend MP3800 für 46 Euro und die 4 Load Charge Box 3.6 für 69 Euro.

Elektrische und qualitative Prüfungen
25 Einzelbeurteilungen in sechs großen Kapiteln hatten die Testkandidaten zu durchlaufen. Die GTÜ-Ingenieure unterzogen die Batterielader aufwendigen elektrischen und qualitativen Prüfungen. Sichtprüfung, die Bewertung der Bedienung und des Funktionsumfangs sowie der Preise komplettieren den umfassenden Leistungsvergleich.

Wichtigstes Einzelkriterium, die Qualität des Lade- und Ladeerhaltungsverfahrens. Dabei geht es unter anderem darum, die Akkus möglichst schonend bis zur Ladeschlussspannung aufzuladen, eine Nachladephase einzuleiten und dann in einen Erhaltungsmodus zu wechseln, welcher die Batterie stets bei optimaler Leistungsfähigkeit hält. Das leisteten nur CTEK MXS 5.0 sowie JMP 4000. Bosch C3 und GYS Tech 3800 verloren hier wertvolle Punkte, weil sie sich mit etwas simplerer Ladetechnik über verschiedene Strombegrenzungsstufen und Ladeerhaltung mit Konstantstrom begnügen.

Langzeitbetrieb am Ladegerät fürs Überwintern
Die beiden Topgeräte von CTEK und JMP, aber auch das cartrend MP 3800 auf Platz 5 eignen sich am besten für den Langzeitbetrieb am Akku, beispielsweise für das Überwintern von Batterien in Motorrädern oder Oldtimern. Allerdings versagte cartrend genauso wie die sechstplatzierte 4 LOAD CHARGE BOX 3.6 beim Kältetest im Tiefkühlmodus von minus 20 Grad. Die Prüfer stellten nach mechanischer Belastung der eiskalten Klemmen und Leitungen Brüche oder offene Litzen fest. Das kostete die beiden Kandidaten das Prädikat empfehlenswert.

Universell einsetzbare Batterielader sollten sich hinsichtlich der Ladeleistung an unterschiedliche Batteriegrößen und mit ihrer Ladekennlinie an verschiedene Akkutypen wie etwa Akkus mit moderner Glasfaservlies-Technik (AGM) anpassen lassen. Das beherrschten die besseren Geräte allesamt. Von den Top-Geräten schafften es aber nur die beiden Testsieger CTEK und JMP, auch tiefst entladene Batterien mit einer Restspannung um die 3 Volt wieder zum Leben zu erwecken.

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