Mit einer "intelligenten Software" könnten die Nachteile der Netzwerke vermieden und die Vorteile genutzt werden, sagte Moghadam. Auf Pläne für eine selektive Nutzung von Facebook könnte auch hindeuten, dass auf Facebook Mitte November eine anscheinend offizielle Seite des Ayatollahs Ali Khamenei auftauchte.
Facebook, Twitter und YouTube fallen im Iran wie Zehntausende andere Websites unter die staatliche Zensur. Besonders stark wird das Internet seit den Massendemonstrationen gegen die Wiederwahl von Präsident Mahmoud Ahmadinejad im Juni 2009 überwacht, weil Facebook und Twitter bei der Organisation der Proteste eine zentrale Rolle spielten. Eine eigens eingerichtete Internetpolizei kontrolliert seitdem etwa regierungskritische Blogs. In den vergangenen drei Jahren wurden mehrere Blogger inhaftiert.
Viele Iraner umgehen die Zensur durch die Nutzung illegal gehandelter Software, die einen freien Zugang ins Netz ermöglicht, oder durch verschlüsselte Systeme wie VPN. Ein von der Regierung eingerichtetes iranisches Internet wird dagegen vor allem von den Behörden genutzt. 36 Millionen der 75 Millionen Einwohner der islamischen Republik nutzen das Internet.
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