Mi, 15. August 2018

"Teurer Kredit"

14.12.2012 10:35

Null-Euro-iPhones laut AK bis zu 45% teurer als freie

Die Arbeiterkammer Oberösterreich warnt vor "gratis" oder vermeintlich sehr billigen iPhones. Die verlockend klingenden Angebote der Mobilfunkanbieter würden sich bei genauerer Rechnung als "teurer Kredit" entpuppen. Denn häufig gebe es eine Mindest-Bindungsfrist von zwei Jahren und hohe monatliche Gebühren. Wer Vertrag und Handy getrennt kaufe, könne bis zu 45 Prozent bzw. 727 Euro sparen, rechnen die Konsumentenschützer vor.

Das Angebot mit dem günstigsten Gerätepreis sei bei allen Mobilfunkbetreibern auch das teuerste, so die AK. Sowohl "3" als auch T-Mobile bewerben das iPhone 5 um null Euro. Rechne man die monatlich anfallende Gebühr für die Mindestbindungsfrist dazu, koste das gute Stück 1.169 bzw. 1.193,66 Euro. A1 verlange für das Apple-Smartphone 99 Euro, gemeinsam mit dem Vertrag entstünden Kosten von insgesamt 1.626,30 Euro, so die Konsumentenschützer.

In den mit "billigen" Geräten gekoppelten Verträgen seien zwar einige tausend Gesprächsminuten und SMS inkludiert, man sollte sich jedoch vorher überlegen, ob man das tatsächlich benötige, rät die AK.

Getrennt günstiger
Wer Handy und Vertrag extra erwirbt, fahre in der Regel am günstigsten. Das iPhone 5 sei um 679 Euro zu haben. Mit sogenannten SIM-Only-Angeboten, die "3", Orange und A1 anbieten, und die mindestens 1.000 Freiminuten, 1.000 SMS und ein Gigabyte Datenvolumen enthalten, komme man bei 24 Monaten Laufzeit insgesamt auf 898,80 bis 928,90 Euro.

Vergleiche man das günstigste SIM-Only-Angebot mit dem teuersten "Schnäppchen", mache das 727 Euro Differenz.

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