Sa, 15. Dezember 2018

Kurze Botschaften

10.12.2012 09:33

Vatikan verteidigt päpstliches Twitter-Engagement

Noch vor der ersten offiziellen Botschaft am Mittwoch hat Vatikansprecher Federico Lombardi gegenüber Radio Vatikan das päpstliche Twitter-Engagement verteidigt. Zwar betrachteten einige "Bewohner des digitalen Kontinents" den Papst als "Eindringling" in ihre Welt oder interessierten sich nur dafür, ob er mehr Followers habe als die großen Fußballstars, sagte Lombardi laut Kathpress. Andere Nutzer fühlten sich jedoch durch die Botschaften angesprochen und twitterten sie an ihre Freunde weiter.

Die Welt werde durch solche Tweets gewiss nicht gerettet, so Lombardi. Aber unter den eine Milliarde Katholiken und sieben Milliarden Menschen insgesamt könnten einige Millionen dem Papst und der christlichen Botschaft auf diese Weise näher sein. Der maximale Umfang einer Twitter-Botschaft von 140 Zeilen sei überdies keineswegs wenig, so der Vatikansprecher. Die Mehrzahl der Verse in den Evangelien bestehe aus weniger Zeichen.

Seine ersten Tweets wird der Papst am Mittwoch verschicken. Zunächst ist geplant, dass Benedikt XVI. sich jeweils nach der wöchentlichen Generalaudienz äußert. Womöglich werde er aber häufiger twittern. Außerdem sollen auch Stellungnahmen zu aktuellen Ereignissen über Twitter zu erfahren seien, wie der Vatikan mitteilte. Seit vergangenem Montag ist die Twitter-Adresse "@pontifex" von Papst Benedikt XVI. freigeschaltet. Nach vatikanischer Einschätzung könnte noch vor Weihnachten die Zahl von einer Million Followers überschritten werden.

Anglikaner wollen Weihnachtspredigt twittern
Indes hat auch die anglikanische Staatskirche eine Social-Media-Offensive angekündigt. Erstmals wollen die drei führenden Bischöfe der Kirche von England in diesem Jahr ihre Weihnachtspredigten "zwitschern", wie der britische Fernsehsender BBC berichtete. Der scheidende und der künftige Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams und Justin Welby von Durham, sowie Erzbischof John Sentamu von York wollten damit Gläubiger ermuntern, die "Frohe Botschaft" auch über Twitter zu verkünden. Der Dienst sei dafür eine "brillante Möglichkeit", so Kirchensprecher Arun Arora.

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