So, 24. Juni 2018

Kurze Botschaften

10.12.2012 09:33

Vatikan verteidigt päpstliches Twitter-Engagement

Noch vor der ersten offiziellen Botschaft am Mittwoch hat Vatikansprecher Federico Lombardi gegenüber Radio Vatikan das päpstliche Twitter-Engagement verteidigt. Zwar betrachteten einige "Bewohner des digitalen Kontinents" den Papst als "Eindringling" in ihre Welt oder interessierten sich nur dafür, ob er mehr Followers habe als die großen Fußballstars, sagte Lombardi laut Kathpress. Andere Nutzer fühlten sich jedoch durch die Botschaften angesprochen und twitterten sie an ihre Freunde weiter.

Die Welt werde durch solche Tweets gewiss nicht gerettet, so Lombardi. Aber unter den eine Milliarde Katholiken und sieben Milliarden Menschen insgesamt könnten einige Millionen dem Papst und der christlichen Botschaft auf diese Weise näher sein. Der maximale Umfang einer Twitter-Botschaft von 140 Zeilen sei überdies keineswegs wenig, so der Vatikansprecher. Die Mehrzahl der Verse in den Evangelien bestehe aus weniger Zeichen.

Seine ersten Tweets wird der Papst am Mittwoch verschicken. Zunächst ist geplant, dass Benedikt XVI. sich jeweils nach der wöchentlichen Generalaudienz äußert. Womöglich werde er aber häufiger twittern. Außerdem sollen auch Stellungnahmen zu aktuellen Ereignissen über Twitter zu erfahren seien, wie der Vatikan mitteilte. Seit vergangenem Montag ist die Twitter-Adresse "@pontifex" von Papst Benedikt XVI. freigeschaltet. Nach vatikanischer Einschätzung könnte noch vor Weihnachten die Zahl von einer Million Followers überschritten werden.

Anglikaner wollen Weihnachtspredigt twittern
Indes hat auch die anglikanische Staatskirche eine Social-Media-Offensive angekündigt. Erstmals wollen die drei führenden Bischöfe der Kirche von England in diesem Jahr ihre Weihnachtspredigten "zwitschern", wie der britische Fernsehsender BBC berichtete. Der scheidende und der künftige Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams und Justin Welby von Durham, sowie Erzbischof John Sentamu von York wollten damit Gläubiger ermuntern, die "Frohe Botschaft" auch über Twitter zu verkünden. Der Dienst sei dafür eine "brillante Möglichkeit", so Kirchensprecher Arun Arora.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.