Mi, 19. Dezember 2018

Blockade beendet

02.10.2012 11:12

Iraner haben wieder Zugriff auf Googles E-Mail-Service

Nur einen Tag nach der Ankündigung des iranischen Parlaments, den Telekommunikationsminister zur Sperre mehrerer Internetangebote des US-Konzerns Google befragen zu wollen, hat das Mullah-Regime die Blockade gelockert. Die iranischen Internetbenutzer haben seit Dienstag früh wieder Zugriff auf Googles E-Mail-Service.

Die direkt der geistlichen Führung der islamischen Republik unterstellte Internetbehörde des Irans hatte vergangene Woche als Reaktion auf den US-Amateurfilm "Die Unschuld der Muslime" die Sperre der Google-Angebote YouTube und Gmail veranlasst.

Offenbar wurde dabei nicht beachtet, dass Gmail im Iran sehr beliebt ist und auch Dutzende Parlamentsabgeordnete den Mailservice des US-Konzerns nutzen. Nachdem die Proteste am Wochenende auch von regierungstreuen Medien wiedergegeben wurden, haben die Internetkontrollore nun offenbar eingelenkt.

Gmail bei YouTube-Blockade mitgesperrt
Die offizielle Erklärung lautet allerdings, dass die Sperre von Gmail eigentlich nicht vorgesehen war, sondern durch die Filterung des Videoportals YouTube verursacht wurde. Man habe nun die technischen Schwierigkeiten bei der Trennung von YouTube und Gmail überwunden, erklärte ein Vertreter der Internetbehörde.

Im Iran benützet laut eigenen Angaben knapp die Hälfte der 75 Millionen Einwohner das Internet. Westliche Schätzungen gehen hingegen davon aus, dass nur ein Fünftel der Iraner Zugang hat.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Im „Zahntempel“
Sri Dalada Maligaw: Wo Elefanten vergöttert werden
Reisen & Urlaub
„Hatte keine Chance“
Brad Pitt: 100 Millionen Dollar für Kinder-Kosten
Video Stars & Society
150.000 LED-Lampen
Dieses Haus bringt Weihnachtsfans zum Strahlen
Niederösterreich
Der krone.at-Talk
Ist das Weihnachtsfest noch zu retten?
Österreich
Schaumgebremst
Rapid: Keine Weihnachten wie immer
Fußball National

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.