Trend Micro hat hierzu eine Infografik (hier in voller Größe ansehen) verfasst, die zum Beispiel zeigt, welche Informationen man in verschiedenen sozialen Netzwerken angeben kann bzw. muss. Schon die grundsätzlichste Information kann unter Umständen gefährlich werden, nämlich ob der eigene Name oder ein frei wählbarer Nickname angegeben wird. Schließlich können Hacker mit Zweiterem meist wenig anfangen, der echte Name hingegen - vor allem in Verbindung mit dem Wohnort - könnte hingegen zum Identitätsdiebstahl verwendet werden. So werden zum Beispiel Betrügereien durchgeführt, was den unwissenden Namensbesitzer in große Schwierigkeiten bringen kann.
Am informationshungrigsten sind Facebook und Google+, wo der Nutzer neben Name, Geburtstag und Wohnort auch Informationen zu seiner Ausbildung, Telefonnummern, E-Mail-Adressen und mehr angeben kann und soll. Weit weniger interessiert an den persönlichen Daten seiner Nutzer zeigt sich dagegen der dritte große Player Twitter. Zwar ist auch hier die Angabe des vollständigen Namens Pflicht, nach außen angezeigt wird jedoch nur ein selbst gewählter Nickname sowie - auf Wunsch - eine Website, eine kurze Beschreibung und der Wohnort.
Antworten auf Sicherheitsfragen auf dem Präsentierteller
Trend Micro hat auch unter die Lupe genommen, welche Informationen Internetnutzer besonders gern mit anderen teilen. An erster Stelle liegt mit 63 Prozent der eigene Geburtstag, mit 61 Prozent folgen besuchte Schulen, 51 Prozent verweisen auf ihre Familienmitglieder, und 48 Prozent geben ihren Heimatort an.
Dabei reichen gerade diese Informationen oftmals aus, um Sicherheitsfragen zu beantworten. Diese dienen als Sicherheitsmechanismus, wenn ein Passwort vergessen wurde - kennt ein Hacker aber von einem sozialen Netzwerk persönliche Informationen wie besuchte Schulen, Geschwister oder die Heimatstadt, kann er möglicherweise einen Account zu übernehmen.
Zahlreiche negative Konsequenzen drohen
Vor genau solchen Konsequenzen warnt Trend Micro dann auch: Neben dem Identitätsdiebstahl droht das sogenannte Social Engineering. Dabei werden Profildaten genützt, um Personen zu manipulieren oder zu erpressen, Viren und Trojaner in ein System zu schleusen sowie Kontodaten zu erbeuten. Ebenfalls manipulativ: Über persönliche Angaben wird personalisierte Werbung erstellt, die Internetnutzer zum leichteren Geldausgeben verführen soll.
Wer persönliche Informationen in sozialen Netzwerken veröffentlicht, kann überdies seinen Ruf schädigen, aber auch Opfer von Cyberbullying werden. Und nicht zuletzt droht auch in der echten Welt Gefahr: Über die so beliebten Ortsangaben können sich Stalker informieren. Und wenn mit aller Welt der nächste Urlaub geteilt wird, haben Einbrecher leichtes Spiel.
Strenge Einstellungen ein Muss
Was also tun? In jedem Fall ist zu empfehlen, regelmäßig die Privatsphäre-Einstellungen zu überprüfen und Anpassungen vorzunehmen. Zudem sollten die eigene Pinnwand, Nachrichten und Fotos nur für Freunde - aus dem echten Leben - einsehbar sein. Informationen, die im Profil zu sehen sind, sollten außerdem nicht als Antworten für Sicherheitsfragen verwendet werden.
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