Nachbeben, Extremhitze
Tausende Japaner harren in Notunterkünften aus
Am Dienstagnachmittag hatte ein Erdbeben der Stärke 7,1 den Südwesten Japans erschüttert. Die Zahl der Todesopfer ist jetzt auf mindestens 34 gestiegen. So seien etwa sieben Tote aus einem teilweise eingestürzten Einkaufszentrum geborgen worden, teilte die Katastrophenschutzbehörde der Region Kumamoto mit.
Zudem seien in einer Papierfabrik in einer anderen Stadt acht Menschen ums Leben gekommen. Fünf Menschen waren am Donnerstag nach dem Erdbeben noch in Lebensgefahr. Zunächst war von mindestens 18 Toten die Rede gewesen.
Wie berichtet, hatte das Beben die Region Kumamoto am Dienstagnachmittag erschüttert. Nach japanischen Angaben hatte es die Stärke 7,1, die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke mit 6,8 an. Mehrere Nachbeben folgten. Häuser wurden beschädigt, Brücken stürzten ein, Brände brachen aus. Am Donnerstag waren immer noch etwa 13.500 Haushalte ohne Strom.
Das Einkaufszentrum Aeon war nach dem Beben geräumt worden, doch etwa 50 Minuten später ereignete sich dort eine heftige Explosion. Zu dem Zeitpunkt befanden sich mehrere Angestellte in dem Gebäude. Auf Social Media wurde die Nachricht geteilt, dass Rettungskräfte 25 Katzen aus einem Katzencafé in dem Gebäude retten konnten.
In der Region harren derzeit Tausende Menschen bei extremer Hitze in Notunterkünften aus. Für das Wochenende werden Temperaturen von 38 Grad Celsius erwartet. Einwohnerinnen und Einwohner stehen für Benzin und Wasser an. Hunderte ältere Menschen suchten Zuflucht in einem Gemeindezentrum und campierten dort auf Matten auf dem Boden. Die Behörden stellten für die Notunterkünfte Klimaanlagen zur Verfügung.
„Ich habe Wasser in Flaschen und andere Vorräte“, sagte der 56-jährige Geschäftsmann Fumihiko Matsuura. Er habe sich in der vergangenen Woche einen Film im Einkaufszentrum angesehen und nun das Gefühl, „der Gefahr nur knapp entkommen zu sein“. Japan liegt in einer der tektonisch aktivsten Regionen der Welt. Die betroffene Präfektur Kumamoto war 2016 von zwei verheerenden Beben getroffen worden. Damals kamen 273 Menschen ums Leben, mehr als 2800 weitere wurden verletzt.












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