Selbst ernannte Sexexperten stellen Radioshows ins Netz, in denen sie sich ausgiebig mit Erotik beschäftigen, berichtet das Wall Street Journal. Die Podcasts unterliegen nicht den nationalen Richtlinien für normale Radio
Apple lässt den Produzenten der Amateur-Shows relativ freie Hand, was das Unternehmen in Bezug auf die "Porncasts", wie manche die erotischen Podcasts inzwischen nennen, in eine heikle Lage bringen könnte. Seitens Apple wollte bisher niemand dazu Stellung nehmen, ob sich User schon über die Erwachsenen-Podcasts, die keiner Altersbeschränkung unterliegen, beschwert haben.
Natalie Kerris, eine Sprecherin der Firma, ließ nur verlauten, dass Apple versucht so viele Files wie möglich auf den Inhalt zu prüfen. Falls etwas übersehen werde, könnten auch die Kunden selbst Podcasts mit eindeutigen Inhalten als solche kennzeichnen, wenn sie welche entdecken. Obwohl Apple durch die angebotenen Radioshows keine Einnahmen macht, verspricht sich das Unternehmen davon zumindest eine gute Werbung für seine iTunes Software. Bisher seien schon fünf Mio. Podcast-Vorbestellungen für User bearbeitet worden.
Eine der inzwischen bekanntesten Sex-Shows auf iTunes ist "Open Source Sex", die von einer Frau namens Violet Blue, die schon verschiedene Bücher zum Thema Sex geschrieben hat, moderiert wird. Die Show ist inzwischen von insgesamt 6.000 Veröffentlichungen auf Platz 21 der beliebtesten Podcasts. In "MXL Podcast" einer wöchentlichen Sendung werden sogar Fragen von Zuhörern, die per E-Mail eingeschickt werden können, beantwortet. Geld bringt das Podcasting nicht ein, das beste, was sich die Online-Radiomacher erwarten können, ist meist nur ein kleines bisschen öffentliche Aufmerksamkeit.
(red/pte)
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