Dem Vorgesetzten Feedback zu geben, ist über "Tell Your Boss Anything" ganz einfach. Der Nutzer erstellt mit seiner E-Mail-Adresse einen kostenlosen, anonymen Account.
Um eine Nachricht loszuwerden, gibt man die Mail-Adresse des Chefs ein und wählt den derzeitigen Gemütszustand aus. Dabei stehen nicht nur negative Gefühle zur Auswahl, die Palette reicht von angstlich über enttäuscht, traurig, peinlich berührt oder wütend bis hin zu stolz, dankbar und glücklich. Worüber sich der Arbeitnehmer konkret Gedanken macht, klärt er im Betreff und - ausführlich - im Textfeld. Der Chef erhält die Nachricht und kann direkt antworten.
Beschimpfungen verboten
Auch wenn die Anonymität verlockend ist, der Betreiber der Website, das Unternehmen happiily, verlangt von den Beschwerdeführern Zurückhaltung und Fairness. Zwar hätten nur wenige Personen der Firma Zugang zu den Nachrichten und man lese diese grundsätzlich nicht, heißt es. Allerdings überprüfe man die Mails mit einem Filter, der Beschimpfungen und Bedrohungen blockiert, beschreibt happiily-Gründer Tom Williams gegenüber "Bloomberg Businessweek". Wer sich dennoch aggressiv verhalte, dessen Chef könne sich bei happiily melden - die Identität des Absenders werde im Extremfall verraten. Grundsätzlich blieben die Beschwerdeführer aber anonym.
Service für Absender gratis
Bisher habe es allerdings ohnehin nur konstruktive Kritik gegeben, so Williams. Seit 30. Juli ist "Tell Your Boss Anything" online, Hunderte Nachrichten seien bereits am ersten Tag verschickt worden. Für den Sender ist der Service kostenlos, Vorgesetzte erhalten nur das erste Feedback gratis, danach werden 20 US-Dollar (ca. 16 Euro) fällig. Meldet ein Unternehmen zehn oder mehr Manager für die Website an, gibt's Rabatt.
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