Vor allem beim äußeren Auftritt will der mit 3,70 Meter Länge kleinste Opel eigene Akzente jenseits des modischen Retro-Stils setzen. Die Front ist daher weniger niedlich als bei vielen Wettbewerbern geraten und setzt mit großem Kühlergrill, schmalen Mandelaugen-Scheinwerfern und einem Falz in der Motorhaube eher auf Sportlichkeit. Die bis zu vier Insassen nehmen unter einem kuppelförmigen Dach Platz, das in Kontrastfarbe zur übrigen Karosserie lackiert werden kann. Die C-Säule wird dabei von einer schwarzen Einlage unterbrochen, sodass das Dach über dem Fahrzeug zu schweben scheint.
Sternenhimmel gegen Aufpreis
Kunden können dieses Grundrezept mannigfach variieren. Opel bietet drei vorgefertigte Basisvarianten mit jeweils unterschiedlicher Design-Ausrichtung an – von sportlich bis elegant -, die mit unterschiedlichen Karosseriefarben, Foliendekors und Innenraum-Accessoires dem persönlichen Geschmack angepasst werden können. Zu den ungewöhnlichsten Posten unter den Individualisierungsoptionen gehören LED-Sterne im Dachhimmel.
Für den Antrieb stehen zunächst drei Vierzylinder-Benziner zur Wahl, die allesamt aus dem Kleinwagen Corsa bekannt sind, mit dem der Adam auch ansonsten eng verwandt ist. Basistriebwerk ist ein 1,2-Liter-Motor mit 70 PS, darüber rangiert ein 1,4-Liter-Motor in zwei den Leistungsstufen 87 PS und 100 PS. Die Kraftübertragung besorgt jeweils ein manuelles Fünfganggetriebe, das auf Wunsch mit einer Start-Stopp-Automatik gekoppelt werden kann.
Kleinstwagen-unübliche Assistenten
Seine Rolle als Lifestyle-Mobil für junge Fahrer spielt der Adam auch hinsichtlich der Ausstattung. Opel lässt in seinem Neuen daher sein neues Infotainment-System Premiere feiern, das Internet-Funktionen, Apps und eine besonders gute Integration des Smartphones im Auto bieten soll. Zudem gibt es einen - in dieser Klasse bisher nicht angebotenen -Einpark-Assistenten, der dem Fahrer das Lenken abnimmt. Auch ein ultraschallbasierter Totwinkel-Warner ist zu bekommen.
Preise für Opels neues Mini-Modell sind noch nicht bekannt. Der in Eisenach gebaute Adam wird sich jedoch wohl oberhalb des 9.990 Euro teuren Opel Agila positionieren, der in der Kleinstwagenfamilie der Marke den Part des nüchternen Nutzwertautos spielt. Dass ein selbstbewusster Preis auch im automobilen Unterhaus kein Erfolgshindernis ist, hat auch bereits der Retro-Kleinstwagen Fiat 500 bewiesen. Der direkteste Konkurrent des Adam kostet mindestens 12.100 Euro.
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