Der sogenannte Elchtest ist eine Ausweichübung, bei der mit 50 bis 80 km/h durch eine versetzte Pylonengasse gefahren wird, um die Fahrsicherheit von Autos zu überprüfen. Berühmtheit erlangte dieser Test, als 1997 die alte Mercedes-A-Klasse dabei umkippte. Der Fall löste den weltweiten Siegeszug des Fahrstabilitätsprogrammes ESP aus.
Elektronische Assistenten serienmäßig
Der Jeep ist allerdings (anders als die damalige A-Klasse) mit allerhand elektronischen Helferlein ausgestattet, nämlich mit ESP, Traktionskontrolle sowie einem elektronischen Wank- und Überrollschutz. Trotzdem wäre er fast umgekippt, sagt "Teknikens Värld"-Redakteur Linus Pröjtz. Der Jeep hätte schon bei 63,5 km/h beinahe einen Abflug gemacht, wie das Video des schwedischen Magazins zeigt.
Die Schweden führen den Test nach eigenen Angaben mit Hunderten Fahrzeugen pro Jahr durch, Referenzfahrzeuge wie der VW Touareg oder der BMW X5 haben auch mit 70 km/h keine Probleme. "Das Fahrverhalten des Jeep Grand Cherokee überfordert jeden Durchschnittsfahrer", sagt Chefredakteur Daniel Frodin. Getestet wurde die Overland-Version mit den serienmäßigen 265/50er-Reifen auf 20-Zoll-Felgen.
Chrysler: Die Tester sind schuld
In der Werbung heißt es: "Der völlig neu entwickelte Jeep Grand Cherokee 2012 bewältigt auch schwierigste Situationen." Chrysler steht auch weiterhin zu der Aussage. Der Fehler liege nicht beim Fahrzeug, sondern bei den Testern des schwedischen Automagazins. Sie sollen den Jeep falsch beladen und die entsprechenden Hinweise in der Betriebsanleitung über die maximale Zuladung missachtet haben, teilte der US-Hersteller mit.
Bei einer Wiederholung des Tests mit drei korrekt beladenen Jeep Grand Cherokee (insgesamt elf Fahrten) hätten diese - pilotiert wiederum von Fahrern des Magazins - keine Auffälligkeiten gezeigt.
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