Cyberangriff-Angst

Australien schließt Huawei von Internetprojekt aus

Elektronik
27.03.2012 10:16
Der chinesische Telekommunikationsausrüster Huawei ist in Australien offenbar aus Furcht vor Cyberangriffen von einem wichtigen Infrastrukturprojekt ausgeschlossen worden. Das Unternehmen dürfe sich nicht am Nationalen Breitband-Netzwerk (NBN) beteiligen, sagte Premierministerin Julia Gillard am Montag vor Journalisten.

NBN soll die große Mehrheit der Australier ans besonders schnelle Internet per Glasfaser anschließen. Es sei "ein riesiges Infrastrukturprojekt. Und Sie werden erwarten, dass wir als Regierung Entscheidungen mit Vorsicht treffen", sagte Gillard.

Aus mit dem NBN vertrauten Kreisen hieß es, Huawei sei nahegelegt worden, sich aus Sicherheitsgründen nicht an der Ausschreibung für das Projekt zu beteiligen. Demnach bestand die Furcht vor Cyberangriffen aus der Volksrepublik. Huawei wurde von einem früheren Ingenieur der chinesischen Volksbefreiungsarmee gegründet.

China steht im Verdacht, hinter zahllosen groß angelegten Angriffen im Internet zu stehen. Unter anderem soll eine Attacke auf den US-Internetriesen Google von chinesischen Hackern ausgegangen sein. Immer wieder dementiert die Volksrepublik, fremde Regierungen und Firmen anderer Länder online anzugreifen oder auszuspionieren.

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