BMW spricht von vielen überarbeiteten Details, die zu "noch höherer Fahrpräzision und Agilität, einer druckvolleren Leistungsentfaltung sowie einem sensibleren Ansprechverhalten" führen. Basis dafür waren nicht zuletzt Rückmeldungen aus dem Einsatz in nationalen Superstock-Rennserien.
Nicht stärker, sondern besser
Die Kenndaten bleiben dabei unverändert, der Motor leistet weiterhin 193 PS, allerdings wurden Leistungs- und Drehmomentverlauf harmonisiert und das Durchzugsvermögen gesteigert. Statt zwei stehen nun drei Leistungskurven zur Verfügung (je eine für Rain- und Sport-Modus sowie eine weitere für die Modi Race und Slick), der Rainmodus hat jetzt 163 PS. Generell soll das Ansprechverhalten soll verbessert worden sein. Die Gasbetätigung wurde sensibler, Drehwinkel des Gasgriffs sowie Handkraft geringer.
Das Gewicht des Supersportlers beträgt 204 kg inklusive 90 Prozent Kraftstoff bzw. 206,5 kg mit Race ABS. Dessen Abstimmung wurde ebenso verfeinert wie die der Traktionskontrolle.
Auch am Fahrwerk wurde Hand angelegt. So wurden Upside-down-Gabel und Federbein innen neu aufgebaut, sodass die Dämpfungskräfte weiter von Komfort bis Performance gespreizt werden können. Einige Veränderung an der Geometrie (Steuerkopfwinkel, Offset, Lage des Schwingendrehpunkts, Gabelüberstand, Federbeinlänge) sollen Handling, Zielgenauigkeit und Feedback der neuen S 1000 RR verbessern. Der neue Lenkungsdämpfer ist zehnfach verstellbar.
Das Display soll nun besser ablesbar sein, ist dimmbar und hat neue Funktionen erhalten. So zeigt der Laptimer nun die „Best lap in progress“ und warnt den Fahrer auf Wunsch vor dem Überschreiten einer bestimmten Geschwindigkeit. Sind Scheinwerfer und/oder Kennzeichenträger abgebaut, erscheint keine Fehlermeldung mehr.
Winglets und ein schlankeres Heck
Auch optisch unterscheidet sich die neue S 1000 RR von der alten, nicht nur durch neue Lackierungen. Die Heckpartie wurde schlanker, die asymmetrischen Seitenverkleidungen wurden leicht überarbeitet, das Airboxmittelcover mit seitlichen Öffnungsgittern versehen. „Winglets“ am Verkleidungsoberteil sollen die aerodynamischen Qualitäten steigern. Verändert wurden auch die Fersenbleche für den Fahrer neu entwickelt, die Ausleger der Soziusfußrasten sind jetzt schlanker.
Markteinführung in Österreich ist am 14. Jänner 2012.
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