Leistbar?

Im Jänner kommt Renault Fluence als Elektro-Limousine

Motor
20.10.2011 15:03
Renault bringt im Jänner 2012 eine Elektrolimousine auf den österreichischen Markt, die man schon fast als leistbar bezeichnen kann. Der Renault Fluence Z.E., nach Herstellerangaben die weltweit erste in Großserie hergestellte Stufenhecklimousine mit reinem Elektroantrieb, soll 25.950 Euro kosten. Dazu kommen noch 82 Euro pro Monat als Miete für die Batterie.

Der Fluence Z.E. wird parallel zu seinem bewährten Schwestermodell mit Verbrennungsmotor angeboten, unterscheidet sich davon aber nicht nur durch Elektromotor und Lithium-Ionen-Batterie, sondern auch etwa durch eine verbesserte Aerodynamik.

Der Z.E. ist mit 4,75 Meter um 13 Zentimeter länger, als das Pendant mit Benzin- oder Dieselaggregat, wodurch die 250 kg schwere Lithium-Ionen-Batterie zwischen der Rücksitzbank und dem Gepäckabteil platziert werden konnte, ohne die Platzverhältnisse für die Fondpassagiere einzuschränken. Insgesamt wiegt der Z.E. rund 200 kg mehr als das Diesel-Pendant.

Wie schon beim Kangoo Z.E. dient als Antrieb des Fluence Z.E. ein sogenannter fremderregter Synchronmotor. Kennzeichen dieser Bauart ist der hohe Wirkungsgrad von etwa 90 Prozent. Hier leistet der Motor 70 kW/95 PS zwischen 3.000 und 8.900/min. Das maximale Drehmoment beträgt 226 Nm, und das, wie bei Elektromotoren üblich, also aus dem Stand. Die lineare Beschleunigung ohne Schaltvorgang und der leise Motor sorgen für ein entspanntes und souveränes Fahrgefühl.

Der Motor wiegt samt Untersetzungsgetriebe lediglich 160 Kilogramm, deutlich weniger als ein vergleichbares Benzin- oder Dieseltriebwerk mit Getriebe (das hier nicht nötig ist). Die Lithium-Ionen-Batterie verfügt über eine Kapazität von 22 kWh, die maximale Reichweite des Fluence Z.E. beträgt mit voll aufgeladener Batterie bis zu 185 Kilometer im Normzyklus (NEFZ). Die Rückgewinnung von Bremsenergie (Rekuperation) wirkt sich dabei positiv aus. 

Standard- und Schnellladung zur Auswahl
Prinzipiell stehen für den Fluence Z.E. drei verschiedene Batterieladeverfahren zur Verfügung: 

  • Die Standardladung an der Wall-Box mit 230 Volt Spannung und 10 oder 16 Ampere Ladestrom, die über den Stromanbieter in jedem Haushalt installiert werden kann, erlaubt die vollständige Ladung der Batterien innerhalb von sechs bis acht Stunden 
  • Die Schnellladung an einer 400-Volt-Drei-Phasen-Kraftstromsteckdose mit 32 bis 63 Ampere Ladestrom dauert bei einer Batterie mit einer Kapazität von 20 kWh rund 30 Minuten und steht voraussichtlich ab Ende 2012 bereit
  • Das Quickdrop-System, dessen Infrastruktur in einigen Ländern aufgebaut wird, ermöglicht den Wechsel der Batterie innerhalb von drei Minuten, ohne dass der Fahrer das Automobil verlassen muss. In Österreich sind keine Quickdrop-Wechselstationen geplant, jedoch ist der Fluence Z.E. grundsätzlich für den automatisierten Tausch der Batterie geeignet 

Wichtiger Unterschied im Interieur: In der Armaturentafel ersetzt ein Display den Drehzahlmesser, das über Batteriestatus und verbleibende Reichweite informiert, eine Art Farbleitsystem gibt Auskunft über den Energiefluss. Rechtzeitig zur nächstgelegenen Ladestation leitet den Fahrer ein Navigationssystem, das speziell auf Elektroautos ausgelegt ist. Via Smartphone lässt sich jederzeit der Ladezustand abfragen.

Renault bietet Fahrzeug, Batterie, Installation der Wall-Box und sämtliche Services rund um das Fahrzeug im Rahmen des Komplettpakets „Z.E. Box“ an. Für die Batterie fallen noch 82 Euro pro Monat an (36 Monate/10.000 km pro Jahr). Der 110-PS-Diesel mit Doppelkupplungsgetriebe ist ab 23.750 Euro zu haben.

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