9 davon in Österreich

Darknet-Drogenmarkt gesprengt: 288 Festnahmen

Web
02.05.2023 15:57

Bei einem Schlag gegen den illegalen Darknet-Marktplatz „Monopoly Market“ sind 288 Verdächtige festgenommen worden, neun davon in Österreich, die am Kauf oder Verkauf von Drogen im Darknet beteiligt waren. Das teilte die europäische Polizeiorganisation Europol am Dienstag mit. Mehr als 50,8 Millionen Euro in bar und virtuellen Währungen, 850 Kilogramm Drogen und 117 Schusswaffen wurden beschlagnahmt.

An der Operation „SpecTor“ nahmen neun Staaten teil. Sie wurde in Form von separaten Maßnahmen in Österreich, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Polen, Brasilien, dem Vereinigten Königreich, den Vereinigten Staaten und der Schweiz durchgeführt. Die beschlagnahmten Drogen umfassen mehr als 258 Kilo Amphetamine, 43 Kilo Kokain, 43 Kilo MDMA sowie mehr als zehn Kilogramm LSD und Ecstasy-Pillen.

Deutsche Ermittler knackten Infrastruktur
Ausgangspunkt waren Daten der deutschen Behörden, die im Dezember 2021 die kriminelle Infrastruktur des Marktplatzes aufgedeckt hatten. Sie dienten als Grundlage für Hunderte von nationalen Ermittlungen. Die im Zuge der Polizeiaktion gegen „Monopoly Market“ festgenommenen Verkäufer waren auch auf anderen illegalen Märkten aktiv. „Infolgedessen wurden 288 Verkäufer und Käufer, die an Zehntausenden von Verkäufen illegaler Waren beteiligt waren, in Europa, den USA und Brasilien festgenommen“, berichtete Europol.

Neun Verhaftungen in Österreich
Verhaftungen wurden in den Vereinigten Staaten (153), dem Vereinigten Königreich (55), Deutschland (52), den Niederlanden (10), Österreich (9), Frankreich (5), der Schweiz (2), Polen (1) und Brasilien (1) vorgenommen. Damit ist „SpecTor“ bereits erfolgreicher als die vorangegangenen Operationen „DisrupTor“ (2020) mit 179 und „Dark HunTor“ (2021) mit 150 festgesetzten Verdächtigen. Die Strafverfolgungsbehörden haben zudem Zugang zu den umfangreichen Käuferlisten erhalten. „Tausende von Kunden auf der ganzen Welt“ müssen nun rechnen, ebenfalls strafrechtlich verfolgt zu werden.

Zitat Icon

Unsere Koalition von Strafverfolgungsbehörden auf drei Kontinenten beweist, dass wir alle besser abschneiden, wenn wir zusammenarbeiten.

Europol-Exekutivdirektorin Catherine De Bolle

„Unsere Koalition von Strafverfolgungsbehörden auf drei Kontinenten beweist, dass wir alle besser abschneiden, wenn wir zusammenarbeiten“, hielt Europol-Exekutivdirektorin Catherine De Bolle fest. „Diese Operation sendet eine starke Botschaft an Kriminelle im Darknet: Die internationale Strafverfolgung hat die Mittel und die Fähigkeit, Sie selbst im Darknet für Ihre illegalen Aktivitäten zu identifizieren und zur Rechenschaft zu ziehen.“

 krone.at
krone.at
Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).



Kostenlose Spiele