Drei der Motoren sind (wenn auch verfeinerte) alte Bekannte, zwei Diesel (320d und 320d EfficientDynamics) und der Sechszylinder-Benziner (335i) mit 306 PS, daneben soll ein neuer Vierzylinder-Turbomotor mit 2 Liter Hubraum und 245 PS im BMW 328i in Sachen Verbrauch und Dynamik brillieren: Er soll lediglich 6,4 Liter Super benötigen - fast ein Liter weniger, als sich der deutlich schwächere Sechszylinder im aktuellen Modell genehmigt. Der vorläufig sparsamste 3er wird der BMW 320d EfficientDynamics mit einer Spitzenleistung von 163 PS sein, mit einem Normverbrauch von 4,1 l/100 km Diesel (CO2 109 g/km).
Erstmals mit Achtgang-Automatik
Die Kraftübertragung erfolgt bei allen Modellen wahlweise per Sechsganggetriebe oder (neu im Segment der Premium-Mittelklasse) via Achtgang-Automatik, serienmäßig (in allen Versionen) mit Stopp-Start-System. Mit dem Schaltautomaten liegen die Verbrauchs- und Emissionswerte auf gleichem beziehungsweise niedrigerem Niveau als bei den Modellen mit dem serienmäßigen Handschaltgetriebe.
Ebenso zum Spritsparen tragen Bremsenergie-Rückgewinnung, Schaltpunktanzeige und bedarfsgerecht gesteuerte Nebenaggregate inklusive einem abkoppelbaren Klimakompressor bei. Der sogenannte Fahrererlebnisschalter passt das Verhalten des Autos mit den Stufen Comfort, Sport und Sport+ an den Fahrer an und will ihn mit dem ECO PRO Modus zu sparsamer Fahrweise erziehen.
Länger und breiter
Die neue 3er-Reihe ist mit knapp 4,62 m exakt 9,3 cm länger als die alte, was besonders den Fondpassagieren zugutekommen soll (plus 15 mm). Gewachsen sind auch der Radstand (plus 5 cm) sowie die Spurweite (vorne plus 37 mm, hinten plus 47 mm). Der Kofferraum fasst mit rund 480 Litern 20 Liter mehr als bisher.
Erstmals werden für den 3er-BMW die unterschiedlichen Ausstattungslinien „Sport Line“, „Luxury Line“ und „Modern Line“ angeboten. Jede Ausstattungslinie soll eine eigene Charakterausprägung der neuen Sportlimousine betonen. Ähnliches hat BMW erstmals im brandneuen 1er im Angebot.
Unterstützung mit Elektronik und Kameras
Neu im 3er ist das mehrfarbige Head-Up-Display, das alle wichtigen Informationen auf die Frontscheibe im direkten Sichtfeld des Fahrers projiziert. Darüber hinaus steht Surround View mit Side View und Top View zur Verfügung, welches das Fahrzeug und sein Umfeld aus der Vogelperspektive abbildet. Daneben übernimmt ein Parkassistent das Manövrieren des Fahrzeugs in Parklücken. Zu den weiteren Assistenzsystemen unter BMW ConnectedDrive zählt die aktive Geschwindigkeitsregelung mit Stop&Go-Funktion, die Spurwechsel- und Spurverlassenswarnung mit Auffahrwarner per Kameraüberwachung, die erstmals im 3er angeboten werden. Außerdem sind die Real-Time Traffic Information (RTTI-Verkehrsinformationssystem) und spezielle Apps wie „BMW Connected“ zur Nutzung von Social Networks verfügbar. Eine innovative Komfort-Öffnungsfunktion zum berührungslosen Öffnen der Kofferraumklappe und der zusätzliche Insassenschutz Active Protection sind als Sonderausstattung erhältlich.
Es kommt noch was nach
Ergänzt wird die Mittelklassebaureihe 2013 zunächst durch einen Kombi, später folgt ein Crossover-Modell nach Vorbild des 5er GT. Auch ein Coupé und ein Cabrio wird es geben, sie werden dann aber wohl in der neuen 4er-Reihe zusammengefasst.
Der neue BMW 3er wird in den Werken München, Regensburg und Rosslyn (Südafrika) produziert. In diesem Zusammenhang investiert das Unternehmen weltweit über eine Milliarden Euro in seine Werke. Hauptmärkte für den BMW 3er sind die USA (24%), China (22%), Großbritannien (16%), Deutschland (10%) sowie die übrigen europäischen Länder (14%). Von der jetzt auslaufenden Modellreihe wurden seit dem Marktstart im März 2005 bislang rund 2,8 Millionen Fahrzeuge verkauft, vom 3er insgesamt über 12 Millionen.
Markteinführung am 11. Februar 2012. Basispreise in Österreich: von 36.750 Euro für den BMW 320d EfficientDynamics Edition bis 49.550 Euro für den 335i.
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