"Die Burschen zeigen mal wieder, dass sie zwar nicht immun sind gegenüber dem Markt, aber besser mit ihm zurechtkommen als die traditionellen Unternehmen", sagte Ben Schachter von Macquarie Research. Eine robuste Nachfrage aus den Schwellenländern Asiens und ein starkes Geschäft mit Werbebannern und Anzeigen für mobile Geräte beflügelten das Quartalsergebnis. "Der Konzern spürt langsam eine gewisse Schwäche in West-Europa, aber das wird von der größeren Verbreitung seiner Produkte und den Schwellenländern wettgemacht, die immer wichtiger werden", sagte Schachter. Es war bereits das vierte Quartal in Folge, dass Google die Prognosen für den Umsatz übertraf.
Page: "Wir müssen harte Entscheidungen treffen"
Google-Chef Larry Page bekräftigte sein Ziel, die Vielfalt der Produkte zurückzuschneiden und Geld in Geschäftsbereiche mit der Aussicht auf eine bessere Rendite umzuleiten. Google habe in den vergangenen Monaten damit begonnen, 20 verschiedene Angebote vom Markt zu nehmen. "Wir müssen harte Entscheidungen treffen, worauf wir uns konzentrieren wollen", sagte Page, der im April das Ruder übernommen hat. "Aber wenn wir das nicht tun, dann enden wir mit Dingen, die nicht den Erfolg haben, den wir brauchen."
Weitere Investitionen in Mobilfunk-Geschäft
Der Konzern investiert weiter in sein schnell wachsendes Mobilfunk-Geschäft, mit dem es sich an die Fersen des iPhone-Herstellers Apple heften will. Googles Betriebssystem Android ist bereits die weltweit am meisten genutzte Software bei Smartphones und steckt inzwischen in 190 Millionen Geräten - Mitte Juli lag die Zahl noch bei 135 Millionen.
Google will sich zudem möglichst noch in diesem Jahr den Handy-Hersteller Motorola einverleiben und hat dafür 12,5 Milliarden Dollar auf den Tisch gelegt. Damit verschafft sich der Konzern Zugriff auf eines der größten Patent-Arsenale der Mobilfunkbranche und Fabriken zur Herstellung eigener Smartphones. Offen ist, wie bisherige Android-Kunden wie Samsung und HTC auf eine solche neue Konkurrenz reagieren.
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