Damit ist der größte Unterschied auch schon genannt: der Name. Denn was die inneren Werte, die fachlichen Qualitäten, die technischen Spezifikationen betrifft, ist das Dreiländergestirn praktisch identisch.
Natürlich ist auch die Optik der Marke entsprechend gestaltet. So bekommt der Mii einen kleinen Kühlergrill im typischen Wabendesign mit dem in diesem Fall gar nicht mal so fetten Seat-Logo. Unten im Stoßfänger sorgt ein breiter, schmaler Lufteinlass für etwas Eigenständigkeit. Gemeinsamer spanisch-tschechischer Unterschied zum up!: Die beiden verzichten auf den Knick im Fondfenster.
Minimale Differenzen gibt es bei der Länge: So ist der VW mit 3,54 Meter der kürzeste der Drillinge, der Skoda Citigo mit 3,56 Meter der längste, während der Seat mit 3,55 Meter die spanische Mitte bildet. Identisch sind die Kofferräume, sie fassen 251 bis 951 Liter, egal ob der Inhalt Koffer, maletas oder kufr genannt wird.
Auch die Motoren entsprechen den Konzernbrüdern. Zum Marktstart des Mii stehen zwei neue Dreizylinder-Benzinmotoren zur Auswahl. Beide verfügen über einen Hubraum von 1,0 Liter und leisten 60 bzw. 75 PS. In der sparsamsten Variante Ecomotive liegt der Normverbrauch dank Stopp-Start-System und anderen Maßnahmen bei 4,2 l/100 km bzw. 4,3/100 km, sonst bei 4,5 bzw. 4,7 l/100 km (CO2 97/99 bzw 105/108 g/km). Später soll noch eine Variante mit Erdgas-Antrieb folgen. Die Kraftübertragung wird wahlweise über ein manuelles Schaltgetriebe oder eine automatisierte Schaltbox passieren.
Die Drillinge sind für diese Fahrzeugklasse ausgesprochen sicherheitsbewusst. Wie up! Und Citigo kommt auch der Mii mit serienmäßigen Seitenairbags, die Kopf und Oberkörper schützen, sowie einem City-Safety-Assistent. Die Notbremsfunktion warnt bei Geschwindigkeiten unter 30 km/h vor einem Unfall. Reagiert der Fahrer nicht, bremst der Mii von alleine. Auch ABS und Lenkradverstellung sind serienmäßig.
Das portable Infotainmentsystem mit seinem Fünf-Zoll-Bildschirm vereinigt Navi, Telefonfreisprecheinrichtung und Bordcomputer. Ein integrierter Eco-Trainer erzieht den Fahrer zum sparsamen Fahren.
Den Seat Mii wird es auch in einer sportlichen Version mit entsprechender Fahrwerksabstimmung geben. Dann wird der Mii zur Spielekonsole. Umso mehr, wenn das Motorenangebot erweitert wird.
Der Seat Mii wird noch dieses Jahr in Spanien eingeführt, im Frühjahr dann in ganz Europa. Zunächst als Dreitürer, ab Sommer dann mit fünf Türen. Der Basispreis wurde noch nicht bekannt gegeben, dürfte sich aber zwischen Skoda und VW bewegen und damit bei rund 9.500 Euro liegen.
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