Sa, 18. August 2018

Kult-Bike

27.09.2011 11:04

Horex spannt uns noch etwas auf die Folter

Die wiederauferstandene deutsche Traditionsmarke Horex verschiebt ihren Produktionsstart. Grund für die Verzögerung seien aber keine Entwicklungsschwierigkeiten, sondern Probleme mit dem Zulieferer des Kompressors für das Modell VR6 Roadster. Der neue Produktionsstart ist nun für nächsten März angepeilt, wenn auch erst für Modelle ohne mechanische Aufladung, wie das Unternehmen aus Garching meldet.

Ursprünglich wollte die Traditionsmarke noch dieses Jahr ihre Motorräder verkaufen. Geplant war zunächst ein neuentwickelter, schmaler 1,3-Liter-VR-Sechszylinder mit Kompressor und bis zu 200 PS. Zuerst soll nun die Saugvariante mit 160 PS verkauft werden. Und statt des eigentlich angepeilten Zahnriemenantriebs setzen die Ingenieure jetzt auf einen konventionellen Kettenantrieb.

Das Drehmoment des Dreiventilers mit Kompressor wird laut Horex bei über 150 Nm liegen, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei abgeregelten 250 km/h. Der sportliche Roadster verfügt serienmäßig über ABS. Die Manufaktur sieht sich nicht als normalen Serienhersteller, sondern als Produzent von Nischenfahrzeugen: Der exklusive Sechszylinder soll „Kopf und Sinne berauschen“ und für „selbstbewusstes und klares Design“ stehen. Die geplanten rund 150 Händler in Deutschland, Österreich und der Schweiz sollen nächstes Jahr mehr als 1.000 Maschinen verkaufen - zu einem Stückpreis von über 20.000 Euro.

Horex: Marke mit Geschichte
Unter dem Namen Horex entstanden zwischen 1923 und 1960 Ein- und Zweizylindermotorräder. Dabei stand die Marke für außergewöhnliche Antriebstechnik und innovative, hochwertige Zweiräder. Der Firmenname setzt sich aus Homburg und Rex-Konservenglasgesellschaft Bad Homburg zusammen, dem elterlichen Betrieb des Firmengründers Friedrich Kleemann. Horex wurde 1960 von der Daimer-Benz AG übernommen und kurze Zeit später aufgelöst. Bekannt wurde Horex zu Produktionszeiten durch seine sportlichen Zweiräder mit den martialischen Namen Imperator, Resident oder Rebell. In den 1980er-Jahren lebte der Name bei den Werner-Comics von Rötger Feldmann auf. In dem Band „Werner - eiskalt“ baute sich der Protagonist ein Motorrad mit vier Horex-Motoren. Die Idee wurde zur Realität: 1989 trat der Zeichner bei einem Rennen mit seinem „Red Porsche Killer“ mit vier Horex-Motoren an. Er verlor allerdings wegen eines Schaltfehlers.

krone.at/Auto-Motorrad ist auf Facebook - werde jetzt Fan!

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.