Regelverstoß

Milliardenstrafe für Banken wegen Messengern

Web
28.09.2022 07:28

Ungeregelte Kommunikation über Messenger-Dienste wie WhatsApp kommt eine Reihe großer Banken und Finanzfirmen in den USA teuer zu stehen. Die insgesamt 16 Unternehmen werden gut 1,1 Milliarden Dollar Strafe zahlen, wie die US-Börsenaufsicht SEC am Dienstag mitteilte.

Mitarbeiter der Finanzinstitute hatten sich über Messenger-Apps zu geschäftlichen Angelegenheiten ausgetauscht. Die US-Behörden sahen darin einen schwerwiegenden Regelverstoß, da die Unternehmen die Kommunikation in den verschlüsselten Diensten nicht wie vorgeschrieben archivieren konnten.

SEC-Chef Gary Gensler kritisierte, dass die Finanzfirmen dadurch das Vertrauen des Marktes beschädigt hätten: „Das Finanzwesen hängt letztlich vom Vertrauen ab. Die Marktteilnehmer, die wir heute angeklagt haben, haben dieses Vertrauen nicht aufrechterhalten, indem sie ihren Verpflichtungen zur Aufbewahrung von Unterlagen nicht nachgekommen sind“, sagte er und verwies angesichts des technologischen Wandels auf die Wichtigkeit für Banken, ihre geschäftliche Kommunikation „in angemessener Weise über offizielle Kanäle“ abzuwickeln, aufrechtzuerhalten und zu bewahren.

Unter anderem zahlen Barclays Capital, Goldman Sachs, Morgan Stanley und Deutsche Bank Securities jeweils 125 Millionen Dollar. Bereits Ende vergangenen Jahres wurden gegen die Großbank JPMorgan nach den Ermittlungen Strafen von insgesamt 200 Millionen Dollar verhängt.

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