Der Verstoß gegen das Handy-Verbot wird normalerweise im Zuge einer Anhaltung beanstandet. Dann ist ein Organmandat von 25 Euro an Ort und Stelle zu bezahlen. Weigert man sich, kommt es zu einer Anzeige und die Kosten steigen auf bis zu 72 Euro. Selbstverständlich kann auch ein Autofahrer bestraft werden, der bei Stillstand des Fahrzeuges das Gespräch bereits beendet hat.
Aber es können auch ohne Anhaltungen Strafmandate ins Haus flattern. Dann nämlich, wenn man offenkundig durch das Gespräch abgelenkt wurde und einen Fahrfehler begangen hat. "Vorrangverletzungen, Spurwechsel ohne Blinken oder auch die Behinderung von Fußgängern gehören zu diesen Verkehrsübertretungen, bei denen Verwaltungsstrafen bis zu 2.180 Euro drohen", erklärt ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer.
Auch mit ist nicht ganz ohne
Achtung: Auch das Telefonieren mit Freisprecheinrichtung garantiert nicht automatisch Straffreiheit. "Hier gelten dieselben Prinzipien wie für das Telefongespräch mit Kabel. Wer abgelenkt ist und Fehler macht, kann rechtlich zur Verantwortung gezogen werden", so Hoffer. "Nach dem Gesetz sind nämlich alle Nebentätigkeiten am Steuer verboten, die den Lenker in seiner Aufmerksamkeit beeinträchtigen." Wie eine englische Studie ergeben hat, ist die Reaktionszeit von telefonierenden Autofahrern so schlecht wie von Alkolenkern, die mit 0,8 Promille Alkohol im Blut unterwegs sind.
Handy-Verbote im europäischen Ausland
Mittlerweile ist in den meisten europäischen Ländern das Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung während der Fahrt verboten. Das Bußgeld reicht von rund 12 Euro in Litauen bis zu 150 Euro in Griechenland. Eine besondere Vorschrift gibt es in Spanien, wo die Verwendung von Mobiltelefonen während der Fahrt nur mehr mit einer im Fahrzeug eingebauten Freisprecheinrichtung gestattet ist. Das Telefonieren mit einer Kabelverbindung samt Kopfhörer ist verboten. Außerdem müssen beim Auftanken des Fahrzeuges an einer Tankstelle während des Tankvorganges sämtliche elektrischen und elektromagnetischen Geräte, eben auch Mobiltelefone, abgeschaltet werden.
Sicher fährt, wer konzentriert fährt. Deshalb sollte man sich auch abgesehen von Strafdrohungen niemals sein Handy während der Fahrt hinters Ohr klemmen.
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