Während Beziehung

Untreue im Web: Mehr als zwei Drittel gehen online fremd

Web
21.06.2011 11:22
Sex und Untreue sind im Internet oft nur noch einen Mausklick entfernt, was laut Diane Kholos Wysocki von der University of Nebraska und Cheryl Childers von der Washburn University in Topeka erheblichen Einfluss auf die sozialen und sexuellen Aspekte unseres Leben hat. In einer Studie nahmen die beiden Wissenschaftler nun die Themen Untreue im Internet sowie Sexting genauer unter die Lupe.

Kholos Wysocki und Childers wollten herausfinden, wie Sexting, also das Verschicken von E-Mails oder SMS-Botschaften mit eindeutig sexuellen Anspielungen und Fotos, Untreue und Partnersuche via Internet funktionieren. Sie führten daher eine Umfrage auf einer Website für Verheiratete, die außerhalb der Ehe nach Sexualpartnern suchen, durch. Insgesamt 5.187 Erwachsene nahmen daran teil und beantworteten Fragen zu Internetnutzung, Sexualverhalten sowie sexuellen Verhaltensweisen im Internet.

Internet bloß Mittel zum Zweck
Die Umfrage auf der "Untreue"-Website brachte folgende Ergebnisse: Mehr als zwei Drittel der Befragten sind während einer festen Beziehung schon einmal "online fremdgegangen", mehr als drei Viertel sind tatsächlich fremdgegangen. Die Wahrscheinlichkeit, während einer festen Beziehung sowohl online als auch tatsächlich fremdzugehen, ist bei Männern und Frauen gleich hoch. Ältere Männer gehen eher tatsächlich fremd als jüngere. Frauen neigen mehr zum Sexting als Männer.

Das Internet ist in vielen Fällen jedoch nur Mittel zum Zweck. In erster Linie, so die Autoren, seien die Befragten mehr an realen als an virtuellen Partnern interessiert, und zwar an realen Dates und sexuellen Kontakten.

"Sind letztlich soziale Wesen"
"Unsere Ergebnisse machen deutlich, dass sich mit dem Wandel der Technologie auch die Art wandelt, wie Menschen zueinanderfinden und wie sie potenzielle Partner auf sich aufmerksam machen. Social-Networking-Seiten werden zwar immer häufiger genutzt, um soziale Kontakte herzustellen, doch wirkliche Partner sind nach wie vor interessanter als Online-Partner. Ganz offensichtlich brauchen wir irgendwann den direkten, persönlichen Kontakt - vielleicht, weil wir letztlich soziale Wesen sind", schreiben die Autoren in ihrer im "Sexuality Culture"-Journal veröffentlichten Studie.

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