Das EU-Parlament will die Umstellung des Führerscheins auf Scheckkartenformat einführen. Ein Chip und regelmäßiger Austausch im Zehnjahres-Rhythmus sollen für Fälschungssicherheit sorgen. Der Autofahrerclub ÖAMTC ortet Mehrkosten und Erschwernisse für die Autofahrer und fordert, dass die neuen Führerscheine als Identitätsnachweis zumindest einem Personalausweis gleichwertig sein sollen.
Noch sind sich die EU-Gremien uneinig, welcheDaten auf dem Chip gespeichert werden. War ursprünglich nurvon Informationen die Rede, die auf dem Dokument ohnehin lesbarsind (wie Name oder Lenkberechtigungsklasse), grübelt mannun darüber, welche weiteren Daten über die Lenker gespeichertwerden könnten.
Das Speichern von Notfalldaten (beispielsweise Blutgruppe)oder Daten zur Identifikation des Inhabers kann sich der ÖAMTCvorstellen. Eine darüber hinausgehende Speicherung von Datenkann aus Gründen des Datenschutzes allerdings problematischsein. Es wird außerdem noch zu klären sein, wie teuerdie Anschaffung solcher Lesegeräte für Behördenund Rettungsorganisationen ist.
Befristung auf zehn Jahre Mit Skepsis beurteilt man beim Club die Führerschein-Befristungauf zehn Jahre. Geht es nach den EU-Parlamentariern, trifft dieseBestimmung nicht nur alle künftigen Führerschein-Neulinge,sondern bedeutet einen Zwangsumtausch für alle, die jetztschon einen Führerschein haben.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.