09.11.2021 23:05 |

Teilweise verdoppelt

Ab sofort: So teuer sind Verkehrssünden jetzt in D

Die „Gnadenfrist“ ist vorbei, ab sofort gilt in Deutschland der neue Bußgeldkatalog, auf dessen Grundlage Falschparker, Poser, Raser aber auch einfache Schnellfahrer stärker zur Kasse gebeten werden.

Gerade bei kleineren Temposünden verdoppeln sich die Tarife sogar! Das gilt für Geschwindigkeitsüberschreitungen bis 20 km/h, egal ob inner- oder außerorts: Bis 10 km/h drüber werden nun 30 bzw. 20 Euro fällig, zwischen 11 und 15 km/h sind es 50 bzw. 40 Euro, von 16 bis 20 km/h werden 60 Euro verlangt. Im Moment kostet es noch die Hälfte.

Auch darüber wird es teurer, allerdings beträgt der Aufschlag nicht in allen Fällen 100 Prozent. 21 bis 25 km/h schlagen mit 115/100 Euro zu Buche (statt 80/70), 26 bis 30 km/h mit 180/150 Euro (statt 100/80 Euro).

Hier die Übersicht:

bis 10 km/h zu schnell15 €/10 €30 €/20 €
11 - 15 km/h25 €/20 €50 €/40 €
16 - 20 km/h35 €/30 €70 €/60 €
21 - 25 km/h80 €/70 €115 €/100 €
26 - 30 km/h100 € 80 €180 €/150 €
31 - 40 km/h160 €/120 €260 €/200 €
41 - 50 km/h200 €/160 €400 €/320 €
51 - 60 km/h280 €/240 €560 €/480 €
61 - 70 km/h480 €/440 €700 €/600 €
über 70 km/h680 €/600 €800 €/700 €

Wie bisher gibt es erst für Übertretungen ab 21 km/h einen Punkt in Flensburg.

Doch es werden auch Fußgänger und Radfahrer besser geschützt. So kostet das Parken auf einem Gehsteig oder Radweg künftig 110 (statt 35) Euro, ebenso das Halten oder Parken in zweiter Reihe. Der Tarif für das Parken in einer Feuerwehreinfahrt verzehnfacht sich von 10 auf bis zu 100 Euro. Auch in diesen Fällen kommt ein Punkt dazu.

Neu sind die Preise für Lkw, die in Ortschaften schneller als mit Schrittgeschwindigkeit rechts abbiegen (70 Euro), das Parken auf einem Lade- bzw. Parkplatz für E-Autos oder Carsharing (55 Euro) und das sogenannte Auto-Posing, also: unnötiger Lärm, vermeidbare Abgasbelästigung, nutzloses Hin- und Her­Fahren (100 Euro).

Das Nichtbilden oder unbefugte Befahren der Rettungsgasse wird mit 200 bis 320 Euro in Rechnung gestellt, was auch Motorradfahrer treffen kann. Dazu kommt ein Monat Fahrverbot sowie zwei Punkte.

Bis die Neuerungen umgesetzt sind, dauert es noch einige Wochen. Ab Anfang November klingelt die Kasse dann lauter.

Stephan Schätzl
Stephan Schätzl
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