Der Hyundai Ioniq 5 feiert auf der Münchner IAA kommende Woche in einer Robotaxi-Variante Premiere. Das autonom fahrende Elektroauto soll ab 2023 beim Ridehailing-Dienst Lyft in den USA eingesetzt werden. Entwickelt wurde das fahrerlose Fahrzeug von Motional, einem Start-up der Hyundai Motor Group und der Delphi-Ausgliederung Aptiv.
Das Robotaxi soll das Fahren auf dem Autonomie-Level 4 beherrschen, das heißt innerhalb seines definierten Einsatzgebiets komplett ohne menschlichen Fahrer an Bord auskommen. Möglich machen das 30 Sensoren für eine 360-Grad-Überwachung, darunter Lidar-, Radar- und Kamerasysteme. Auffällig ist vor allem eine Dachbox mit aufgesetztem Laserscanner. Sollte die Technik an ihre Leistungsgrenzen kommen, ist die Fernsteuerung des Robotaxis durch eine Leitstelle möglich. Hyundai nennt als beispielhafte Situationen Baustellen oder Überschwemmungen.
Passagiere kommunizieren mit dem Auto
Der Innenraum des Prototypen orientiert sich weitgehend am Serienmodell - auch ein Lenkrad ist an Bord. Wichtigster Unterschied: Anstelle des Beifahrersitzes ist eine große Ablagekonsole montiert. Zudem gibt es Schnittstellen, über die die Passagiere mit dem Fahrzeug kommunizieren können - um beispielsweise einen Zwischenstopp anzuweisen.
Von Anpassungen des Antriebs für den Taxieinsatz erwähnt Hyundai nichts. Der nicht-autonome Ioniq 5 ist bei uns seit Kurzem auf dem Markt und verfügt als eines von nur wenigen E-Mobilen über ein 800-Volt-Batteriesystem. Das ermöglicht die Vollladung in knapp 20 Minuten, was für einen möglichst durchgehenden Roboter-Einsatz besonders interessant ist. Die Reichweite des Serienmodells liegt bei rund 485 Kilometern. (SPX)
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