"Cybercrime ist von seinem Naturell her grenzüberschreitend. Das macht auch die Ermittlungen für die Strafverfolgungsbehörden komplizierter. Um Cybercrime effektiv zu bekämpfen, benötigen wir adäquate grenzüberschreitende Bestimmungen, und die internationale Zusammenarbeit sowie Unterstützung zwischen den Strafverfolgungsbehörden der EU sowie zwischen der Union und Drittstaaten muss ausgebaut werden", sagte Europol-Direktor Rob Wainwright.
EU-Mitgliedstaaten am schwersten von Viren betroffenen
Für diesen Freitag kündigte Europol die Veröffentlichung eines Lageberichts zum Thema Cybercrime (iOCTA - Threat Assessment on Internet Facilitated Organised Crime) an. Dabei geht es um alle Bereiche: Sexuelle Gewalt, Kindesmissbrauch und -pornografie, Terrorismus, Attacken gegen elektronische Netzwerke, Betrug oder etwa Identitätsdiebstahl. Unter anderem wird im iOCTA festgehalten, dass die EU-Mitgliedstaaten mittlerweile zu den von Viren und Malware am schwersten betroffenen Staaten zählen.
Ruf nach europäischem Cybercrime-Zentrum
In Zukunft werden Bürger und Organisationen der EU laut Europol verstärkt Cyber-Attacken ausgesetzt sein. Grundlegend bei der Bekämpfung der virtuellen Kriminalität ist für die Behörde die Partnerschaft mit dem privaten Sektor. Die Bekämpfung, das Training der Experten und die Analyse müssen der Polizeibehörde zufolge wegen des globalen Charakters dieser Kriminalitätsformen auf EU-Level erfolgen. In diesem Zusammenhang nennt iOCTA die Einrichtung eines Europäischen Cybercrime-Zentrums. Schließlich sei die Erhöhung der Wachsamkeit von privaten und dienstlichen Usern ein Schlüssel zur Bekämpfung der Cyberkriminalität.
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