21.12.2020 12:59 |

Schuldige gefunden

Rätsel um mysteriöse Stromausfälle in Dorf gelöst

Immer wieder war es in den vergangenen Tagen während der Abenddämmerung im schottischen Dorf Airth zu Stromausfällen gekommen, deren Ursache sich der zuständige Netzbetreiber nicht erklären konnte. Bis einer seiner Ingenieure auf seinem Heimweg eine ziemlich spektakuläre Entdeckung machte.

Einer Mitteilung des schottischen Netzbetreibers Scottish Power zufolge war es in dem 50 Haushalte zählenden Dorf zu einer Reihe mysteriöser, oftmals nur wenige Minuten andauernder Stromausfälle gekommen, deren Ursache sich die Ingenieure des Unternehmens nicht erklären konnten. Da sich die Vorfälle oft in der Abenddämmerung ereigneten, machte sich der leitende Bezirksingenieur Neil McDonald auf dem Heimweg zu einer Untersuchung auf - und fand den bzw. die Schuldigen: Unzählige Stare tanzten um und auf den Freileitungen herum, brachten diese zum Wackeln - und damit den Strom zum Erliegen.

In seinen 14 Jahren, die er nun schon für den Netzbetreiber arbeite, habe er so etwas noch nicht gesehen, schilderte McDonald, der das Spektakel mit seinem Handy filmisch festhielt: „So klein die Vögel auch aussahen, ihre schiere Anzahl ließ die Drähte auf und ab hüpfen, während sie auf und ab tanzten. Es gibt tatsächlich drei Drähte zwischen diesen Masten, und wenn sie zusammenstoßen, geht der Strom für etwa zehn Sekunden am Stück aus. Das ist es, was ziemlich häufig passiert ist, wobei einige dieser Zusammenstöße größere Schäden und längere Ausfälle verursachten.“

Gemeinsam mit der Royal Society for the Protection of Birds will man nun versuchen, die Wildvögel umzusiedeln. „Wir haben es in der Vergangenheit erfolgreich geschafft, Gänse umzusiedeln, also hoffen wir, dass unsere Stare ermutigt werden können, sich an einem Ort niederzulassen, der unsere Stromversorgung und die örtlichen Gemeinden nicht so stark beeinträchtigt.“ Zu den Methoden, um Stare umzusiedeln, gehört der Mitteilung zufolge normalerweise das Abspielen von lautem, künstlichem Lärm, um sie davon abzuhalten, sich an einem bestimmten Ort niederzulassen, einschließlich der Geräusche von Raubvögeln wie Sperber.

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