Es gebe nur drei Länder, in denen er sicher arbeiten könne, sagte Assange in dem am Donnerstag ausgestrahlten Interview weiter. Die seien die Schweiz, Island und Kuba. Für Kuba gelte dies aber nur solange, wie WikiLeaks nichts über das Land veröffentliche. "Wir fassen eine Verlegung in die Schweiz ernsthaft ins Auge", sagte der gebürtige Australier.
Zuletzt hatte er versucht, in Schweden, wo er wegen der großzügigen Auslegung von Meinungsfreiheit Fuß fassen wollte, eine Aufenthaltserlaubnis zu bekommen. Dies wurde aber abgelehnt. Zugleich leitete die schwedische Justiz Ermittlungen wegen Vergewaltigungsvorwürfen ein, das Verfahren läuft.
Vor Kurzem hatten Assange und sein Team Hunderttausende amerikanische Militärakten zum Irak-Krieg veröffentlicht. Die USA reagierten äußerst verärgert. Bereits im Juli hatte WikiLeaks 90.000 geheime Dokumente zum Afghanistan-Krieg öffentlich gemacht. Assange sieht sich als Verfolgter und wechselt häufig Wohnungen.
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