"Heute haben wir den höchsten Videoanruf vom Mount Everest gemacht", sagte Ncell-Chef Pasi Koistinen einem Bericht der Nachrichtenagentur AFP zufolge am Donnerstag vor Journalisten in Kathmandu, der Hauptstadt Nepals. In rund 5.200 Metern nahm Ncell, eine Tochterfirma des schwedischen Telekomkonzerns TeliaSonera, nahe der Ortschaft Gorak Shep die erste 3G-Sendestation am Mount Everest in Betrieb.
Die Zeiten, in denen Bergsteiger und Wanderer aus aller Welt auf teure und oftmals störanfällige Satellitenverbindungen zurückgreifen mussten, sollen damit der Vergangenheit angehören. Das 3G-Netz sei stark und schnell genug, um selbst am Gipfel des höchsten Berges der Welt durchs Internet zu surfen, Videoclips und E-Mails zu versenden sowie Freunde und Familie in der fernen Heimat zu weitaus günstigeren Konditionen als bislang anzurufen, hieß es.
TeliaSonera-Chef Lars Nyberg bezeichnete die Installation als "Meilenstein für die mobile Kommunikation". Der schwedische Telekomriese, der bereits die weltweit tiefste 3G-Internetverbindung in 1.400 Meter unter dem Meeresspiegel eingerichtet hat, plant in den nächsten Jahren 100 Millionen Dollar in den Ausbau des nepalesischen Kommunikationsnetzes zu investieren. Von den rund 28 Millionen Einwohnern des südasiatischen Landes haben bislang weniger als ein Drittel Zugang zu Telefonnetzen.








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