Luftschlag auf Charkiw

Russische Rakete tötet Caritas-Mitarbeiterin

Ausland
28.07.2026 12:45

Eine russische Rakete hat am Samstag in ein Wohnhaus im ostukrainischen Charkiw eingeschlagen. Dabei wurde eine Mitarbeiterin der Caritas getötet. Die internationale Hilfsorganisation trauert.

Durch den Raketentreffer am Wochenende sei das Wohnhaus der ukrainischen Mitarbeiterin vollständig zerstört worden, teilte Caritas international mit. Yana Zhernovska wurde dabei getötet. Ihr zehn Jahre alter Sohn überlebte den Angriff verletzt.

Die Hilfsorganisation zeigte sich bestürzt über den Tod. Die Sozialarbeiterin habe engagiert und hingebungsvoll in einem Caritas-Team für medizinische Hilfen gearbeitet und sich täglich für Menschen eingesetzt, die Hilfe am nötigsten brauchten. Auch die Caritas Wien bekundete ihre Trauer. 

„Krieg macht vor niemandem Halt“
Caritas international betonte, der Tod der Mitarbeiterin mache erneut deutlich, welche Risiken die humanitären Helfer eingehen. „Dieser unerbittlich geführte Krieg macht vor niemandem Halt. Auch die Mitarbeitenden der Caritas sind diesen Gefährdungen täglich ausgesetzt“, so Oliver Müller, Leiter von Caritas international, in einer Aussendung.

Seit einigen Monaten nehme die Zahl der russischen Raketen- und Drohnenangriffe im Osten und Süden der Ukraine weiter zu. Trotz aller Gefahren habe die Caritas ihre Hilfen auch viereinhalb Jahre nach Kriegsbeginn nicht eingestellt, sondern weiter ausgebaut, betonte Müller.

Vierter Todesfall bei Caritas
Sozialarbeiterin Zhernovska ist die vierte Person im Dienst der Caritas in der Ukraine, die aufgrund des russischen Angriffskriegs ihr Leben verliert. Zuletzt waren im April 2022 zwei humanitäre Helfer in Mariupol und ein ukrainischer Caritas-Mitarbeiter in Charkiw getötet worden.

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